Der Start einer neuen Automarke ist mit besonderen Hoffnungen und Erwartungen verbunden: Bei Geely, dem jüngsten Zuwachs zum österreichischen Automarkt, ruhen diese nicht zuletzt auf dem Namen des großen chinesischen Konzerns. Beim Launch Event im Shopping Resort G3 waren jene sieben Händler anwesend, mit denen die Marke loslegt. Man habe sich zunächst auf das Dreieck Wien-Linz-Graz konzentriert, wolle aber rasch auch in den Westen expandieren.
Überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis
Die Händler, welche der Marke das Fundament im Land legen sollen, sind die Auto Auer GmbH (betreibt den Store im G3 und plant am neu übernommenen Service-Standort in Wien einen Geely-Schauraum), Benussi in Wien-Simmering, die Autowelt Linz GmbH, das Autohaus Laumer in Amstetten, Öllinger Enns, das Autoforum Reisinger in Graz sowie das Autohaus Ebner, wo Geely anfangs nur in Felixdorf vermarktet werden wird.
Überzeugt hat jene Händler laut Gesprächen beim Launch-Event nicht zuletzt die Qualität des Produkts. Sebastian Scheibl, Geschäftsführer Ebner, sieht die Autos durchaus mit Volvo oder Polestar, ebenfalls aus dem Hause Geely, auf Augenhöhe. Man könne durchaus von einem „Premium-Auto zum Volumen-Preis“ sprechen, so Scheibl.
Auch traut die Händlerschaft dem Geely-Konzern den langen Atem zu, dessen es im erwarteten Bereinigungsprozess der nächsten Jahre bedürfen wird. „Geely wird als zweitgrößte chinesische Marke zu jenen gehören, die bleiben“, ist Gerhard Öllinger, Geschäftsführer Öllinger GmbH, überzeugt.
Nichtsdestoweniger ist man sich laut Markus Gollner, Geschäftsführer Autowelt Linz, wohl bewusst, dass man den Namen in Österreich erst bekannt machen muss. „Aber die Fahrzeuge sind optisch gefällig und außerdem sehr effizient, die technische Entwicklung der chinesischen Hersteller ist bekanntlich sehr schnell“, so Gollner begeistert.
Uneins sind sich die Händler, ob BEV oder PHEV bei den ersten Verkäufen die Nase vorn haben wird; aber rasch dreistellige Stückzahlen erhoffen sich sowohl Bogdan Strobl, Geschäftsführer Auer, als auch Scheibl. Weder die Händler noch der Importeur lassen also Optimismus für das Kommende vermissen: Rasches Wachstum wird von vornherein eingeplant. Noch heuer soll sich zu den zwei Start-Modellen – ein Plug-in und ein BEV – ein drittes Modell gesellen, die Rede ist von einem batterieelektrischen Hatchback.
