Wirtschaftlicher Erfolg steht in engem Zusammenhang mit effizienten Abläufen. Prozessoptimierung ist das moderne Schlagwort. Abläufe gut zu organisieren, war allerdings immer schon wichtig. Klar: je stärker der Wettbewerb und je knapper die Erträge wurden und werden, umso wichtiger sind effiziente Prozesse. Das gilt auch in Autohäusern und Werkstätten, die in ihren Abläufen und Aufträgen ja grundsätzlich sehr individuell funktionieren. 

Facharbeitermangel

Der zweite Punkt zu diesem Thema ist die Veränderung im Personalbereich. Bei der Baby-Boomer-Generation, die aktuell in Pension geht, sind Menschen oft ein Leben lang bei einem Arbeitgeber geblieben, waren dort ein fixer und verlässlicher Teil im Getriebe des Unternehmens. Bei allen Generationen, die nachgekommen sind, hat sich das langsam verändert. Heute sind die Betriebe aus Kostengründen viel knapper besetzt und vor allem mit einem massiven Fachkräftemangel konfrontiert. Man kann es nicht über alle Unternehmen verallgemeinern, aber im Schnitt gibt es heute weniger, weniger qualifizierte, weniger engagierte und weniger loyale Mitarbeiter, die gleichzeitig immer komplexere Tätigkeiten durchführen müssen. Das geht sich immer schwerer aus. 

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Aus diesem Grund müssen die Abläufe, die früher vielleicht ein Kollege ein Leben lang im Griff hatte, für mehrere, oft wechselnde und vielleicht passivere Mitarbeiter aufgesetzt und dokumentiert werden. Denn nur so kann ein Wechsel, ein Ausfall, eine Kündigung, ein Krankenstand oder einfach eine Uninteressiertheit mit wenig Fehlern, weniger Kosten oder weniger Kundenärger ablaufen.

Wer schreibt, der bleibt

Der dritte Aspekt für dokumentierte Prozesse ist die Rechtssicherheit. Ohne in das übliche Gejammere zu verfallen: aber es wird heute mehr geklagt, denn es muss jemand die Schuld und vor allem die Kosten tragen. Nur wenn Sie dokumentieren können, dass das Auto schon vor dem Werkstattaufenthalt beschädigt war, dass das Assistenzsystem richtig kalibriert war oder der Kunde die Stoßstange wirklich rosa lackiert haben wollte, sind Sie vor Schadenersatz gefeit.

Kommentar zu: Ein schlechter Prozess ist auch digital ein schlechter Prozess

Bleibt Punkt vier für die wachsende Notwendigkeit durchgängiger und effizienter Prozesse und damit schließt sich der Kreis: Wollen Sie die Digitalisierung und in weiterer Folge die Künstliche Intelligenz nutzen, müssen Ihre Prozesse VORHER gut funktionieren. Ein schlechter Prozess ist auch digital ein schlechter Prozess und die KI wird ihre liebe Not haben, Ihr Unternehmen über Post-it-Zettel und ­Aufstell-Kalender zu unterstützen.

Sie sind nicht allein

Die gute Nachricht: Sie sind bei der Umsetzung nicht allein. Wir berichten laufend über Entwicklungen und Lösungen in diesem Bereich. In unserer diesjährigen Sonderausgabe „KLARTEXT“ haben wir Unternehmen, Dienstleister, Berater und Tools vorgestellt, die sich intensiv damit beschäftigen, die Prozesse auch in Ihrem Unternehmen zu verbessern. Nutzen Sie bestehende Angebote und Dienstleister um Ihren Betrieb zu optimieren.

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