Der Stellenabbau in der deutschen Automobilindustrie hat sich weiter verschärft. Laut einer Auswertung des Center of Automotive Management (CAM) waren Ende des ersten Halbjahres 2026 nur noch rund 691.500 Menschen in der Branche beschäftigt – der niedrigste Stand seit Beginn der Erhebung im Jahr 2005.
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Gegenüber dem Höchststand von rund 834.000 Beschäftigten im Jahr 2018 entspricht das einem Rückgang um etwa 142.500 Stellen beziehungsweise 17 Prozent. Besonders stark betroffen sind die Zulieferer: Dort sank die Beschäftigung zuletzt um 7,6 Prozent, bei den Fahrzeugherstellern um 6,1 Prozent. Zum Vergleich: Im gesamten Verarbeitenden Gewerbe lag das Minus bei 2,7 Prozent.
Stellenabbau geht über Folgen der E-Mobilität hinaus
Nach Einschätzung des CAM lässt sich der Beschäftigungsrückgang in der deutschen Autoindustrie nicht allein mit dem Umstieg auf Elektromobilität erklären. Eine CAM-Studie aus dem Jahr 2017 hatte bei einem Elektro- und Plug-in-Hybrid-Anteil von 50 Prozent ein Minus von rund 135.000 Stellen prognostiziert.
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Diese Größenordnung ist bereits erreicht, obwohl batterieelektrische Fahrzeuge im ersten Halbjahr 2026 erst rund 25 Prozent und Plug-in-Hybride 11 Prozent der Neuzulassungen ausmachten. Studienleiter Stefan Bratzel nennt hohe Energie- und Arbeitskosten, regulatorische Belastungen und wachsenden Wettbewerbsdruck aus China als zusätzliche Ursachen. Zugleich fordert das CAM Investitionen in Software, KI, automatisiertes Fahren und Robotik.
