Die Ertragskraft der untersuchten OEM habe sich im ersten Halbjahr spürbar verschlechtert, schreibt Studienleiter Prof. Dr. Stefan Bratzel vom CAM: „Die Schere zwischen Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist das eigentliche Alarmsignal des ersten Halbjahres.“

Im Schnitt knapp 1.200 Euro pro Auto

Im Durchschnitt beträgt der Ertrag pro Auto bei den 15 Konzernen aus Europa, Japan und den USA 1.187 Euro (Konzern-EBIT). Deutlich über diesem Schnitt halten können sich die europäischen Premium-Hersteller Mercedes-Benz (4.122 Euro) und BMW (3.142 Euro), stark darunter liegen Nissan (525), Stellantis inklusive Leapmotor (471) und Honda (-3.418(!) Euro) – beim Letztplatzierten verweist CAM auf hohe Abschreibungen aus dem letzten Quartal. 

Studienleiter Stefan Bratzel analysiert: „Viele Hersteller können derzeit ihre hohen Transformationskosten nicht ausreichend über Preise, Produktmix und Effizienz kompensieren. Besonders unter Druck stehen Unternehmen, die stark vom chinesischen Markt abhängig sind und hohe Investitionen in Elektromobilität, Software und neue Pro-duktionsstrukturen stemmen müssen.“

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Entscheidend werde künftig weniger die reine Absatzgröße sein, sondern die Fähigkeit, Komplexität zu reduzieren, Kosten zu kontrollieren und technologisch attraktive Fahrzeuge mit ausreichender Preisdurchsetzung anzubieten, so Bratzel.

EBIT-Margen: Gemischtes Bild

Auch bei den EBIT-Margen vergrößern sich die Unterschiede zwischen den Herstellern. Suzuki erreicht mit 10,1 % die höchste Marge, Mercedes-Benz hält seine Marge mit 5,4 % weitgehend stabil und entwickelt sich damit robuster als BMW und Volkswagen.

Bedeutende chinesische Hersteller wie BYD, Geely, SAIC oder Chery seien im Report deshalb nicht enthalten, da zum Auswertungsstichtag noch keine vollständig vergleichbaren Angaben zu Konzernumsatz und EBIT für Januar bis Juni 2026 vorgelegen hätten, so CAM.