Die geplante Änderung der Prüfintervalle vom derzeitigen System 3:2:1 (nach Jahren ab der Fahrzeug-Erstzulassung) auf 4:2:2:2:1 wird als "riskant" bezeichnet und unter anderem mit Zahlen aus der Mängelstatistik unterstrichen, wonach (schwere) Mängel bereits bei jungen Fahrzeugen keine Seltenheit sind. "Wer in dieser Situation die Intervalle verlängert, nimmt wissentlich einen massiven Anstieg fahruntüchtiger Fahrzeuge auf unseren Straßen in Kauf", warnt Mst. Thomas Marichhofer, stellvertretender Bundesinnungsmeister der Fahrzeugtechnik.

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Die Bundesinnung spricht sich statt der Intervallverlängerung für Entbürokratisierung, Abschaffungen unnötiger Strukturen und das Konzept "Ein Datensatz pro Fahrzeug" aus. Durch Digitalisierung könnten 133 Millionen Euro pro Jahr eingespart werden, wird vorgerechnet. Durch die Fusion der bestehenden Datenbanken in eine zentrale Fahrzeugdatenbank und die Abschaffung der physischen Plakette bringe dies einen "echten Bürokratieabbau". Für Werkstätten bedeute der Vorschlag weniger zeitlichen Aufwand, denn pro Jahr würden in Österreichs Zulassungsstellen, Werkstätten und Behörden rund 115.000 Arbeitstage (bzw. 541 Vollzeitäquivalente) für das Bestellen, Vorfinanzieren, Verwalten, Abschaben und Aufkleben von Plaketten vergeudet. Diese ließe sich durch die digitale Dokumentation einsparen.

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Der Branchenvertretung zufolge, würden auch die Fahrzeugbesitzer profitieren. Das Einsparungspotenzial durch den Wegfall des physischen Begutachtungsplaketten wird mit 17,5 Millionen Euro beziffert. Das Gutachten würde laut Innung kostenfrei auf eAusweise (ID Austria) dargestellt, inklusive automatischer Erinnerungsfunktion. "Unser fertiges, durchgerechnetes Reformkonzept liegt auf dem Tisch", erklärt Bundesinnungsmeister MMst. Roman Keglovits-Ackerer, BA. "Wir fordern den Gesetzgeber auf, diese moderne Infrastruktur zu nutzen, anstatt die Verkehrssicherheit für ein populistisches Versprechen zu opfern."