Diese Woche fand die FLEET Convention unseres Schwestermagazins FLOTTE in der Wiener Hofburg statt. Mit knapp 1.000 Besuchern und 79 Ausstellern war der Event – einmal mehr – ein großer Erfolg für unseren Verlag und der Treffpunkt der Branche. Die Stimmung ist dort jedes Mal hervorragend, die Branche wächst. Neben den Autoimporteuren, für die das Flottengeschäft immense Bedeutung hat, finden sich auch immer mehr Dienstleister rund um das Thema. Denn nicht nur die Autobranche befindet sich in einer gewaltigen Transformation, auch für den Fuhrpark und damit die dafür Verantwortlichen ändern sich die Aufgaben.

Das war die FLEET Convention 2026

„Elektrifizierung ist kein Fahrzeugprojekt. Es ist ein neues Betriebssystem für Flotten“, hat Paul Janacek, Unternehmensberater im Flotten- und Energiebereich, auf der FLEET Convention zusammenfassend erklärt. „Wer Flotten elektrifiziert, tauscht nicht einfach Diesel gegen E-Fahrzeuge. Er verändert Abläufe, Verantwortlichkeiten und Entscheidungslogiken im Unternehmen.“ Der Fuhrpark wird damit zur Querschnittsmaterie im Unternehmen, der Flottenmanager sollte über Ladeinfrastruktur, Streckenplanung, Lademanagement und das gesamte Energiesystem im Unternehmen Bescheid wissen. Mit bidirektionalem Laden kann der Fuhrpark überhaupt von der Kostenstelle zum (kleinen) Ertragsbringer werden. Aber dafür braucht es viel Kompetenz, Vorbereitung und die richtigen Partner.

Händler als erster Ansprechpartner

Warum ich Ihnen das hier erzähle? Weil Sie als Händler erster Ansprechpartner sein könnten und sollten. Zwar spielt die Wartung und Schadenverwaltung unverändert eine sehr große Rolle, bei der Fahrzeug- und Händlerauswahl sind mitterweile allerdings andere Kriterien wichtig. Darüber hinaus würden so manche Player gerne am Händler vorbei agieren.

Hier finden Sie die besten Bilder der FLEET Convention 2026

Der Fuhrpark-Verantwortliche ist mit seinen neuen Aufgaben und erforderlichen Lösungen also überfordert. Nur den Fuhrpark zu elektrifizieren, ohne das Umfeld aufzubauen, wird nicht zum gewünschten Ergebnis oder sogar zu Problemen führen.

Damit der Händler für den Großkunden relevant bleibt, muss er zumindest kompetenter Gesprächspartner sein, über Herausforderungen und über Lösungen Bescheid wissen und entweder selbst anbieten oder Kooperationspartner empfehlen. Denn wie Janacek sagt: Fahrzeuge kaufen war gestern, Systeme steuern ist heute. Darauf muss sich der Kfz-Betrieb einstellen.

Der A&W-Verlag bildet ein breites Meinungsspektrum ab. Kommentare müssen nicht der Meinung des Verlages entsprechen.