Die Schäden werden immer komplexer“, beschreibt Hager-Pichler, Vertriebsleiter Real Garant Österreich, die aktuelle Entwicklung. Dabei steigt nicht die Schadenhäufigkeit, sondern der Umfang und die Kosten von Gewährleistungs-Reparaturen. Hager-Pichler verweist auf Steuergeräte, Sensoren, eine wachsende Zahl an elektronischen Komponenten sowie komplexen Systemen.
Bei modernen Dieselmotoren ist etwa die Abgasnachbehandlung ein wachsendes Thema. „Auch bei Assistenzsystemen steigt die technische Komplexität und auch die Zahl der damit ausgestatteten Fahrzeuge“, so Hager-Pichler. Das erhöht nicht nur die Komplexität in der Reparatur, sondern auch in der Schadenabwicklung. „Dafür haben wir ein erfahrenes und kompetentes Team in Wien“, betont Hager-Pichler.
Regulierungssummen steigen
Die steigende technische Komplexität wirkt sich – in Verbindung mit Lohn- und Teilekosten – unmittelbar auf die Schadenkosten aus. Laut Hager-Pichler fallen viele Schäden bereits in den vierstelligen Bereich. „Damit gewinnt die Absicherung durch die Garantie deutlich an Bedeutung, speziell nach Ablauf der Herstellergarantie“, erklärt Andreas Hager-Pichler. Mittlerweile beschäftigen sich Marken-Autohäuser wieder stärker mit „echten“ Gebrauchtwagen, auch die durchschnittlichen Fahrzeugpreise sind deutlich gestiegen. „Generell ist das Bedürfnis nach Sicherheit in wirtschaftlich schwierigen Zeiten höher“, so Hager-Pichler.
Garantie als Instrument zur Kundenbindung
Für Händler ist die Garantie nicht nur eine Absicherung, sondern auch ein Instrument zur Kundenbindung. „Der ausliefernde Händler erhält grundsätzlich das Vorrecht, sofern er die Reparatur übernehmen möchte“, erklärt Andreas Hager-Pichler.
Auch die Mobilitätsgarantie spielt eine wichtige Rolle. „Im Umkreis von 100 Kilometern kann ein Fahrzeug zur betreuenden Werkstätte gebracht werden“, berichtet Hager-Pichler und sieht in der Garantie eine effizienten Weg, Kunden langfristig an den Betrieb zu binden und zusätzliche Werkstattauslastung zu schaffen.
„Dafür bieten wir nicht nur bestehende Produkte, sondern entwickeln gemeinsam mit den Partnern individuelle Lösungen“, so Hager-Pichler. Dazu gehören auch Marketingunterstützung, eigene Kundenkontaktprogramme und Schulungen.
