In der erwähnten Studie, der EV Adopter Persona Study 2026, analysiert Meinungsforscher und UScale-Gründer Dr. Axel Sprenger, welche Typen von Verbrennerfahrern als nächstes auf ein E-Auto umsteigen werden. Unter anderem ergab die Befragung von 1.000 Verbrennerfahrern, dass noch 10 Prozent der Befragten Totalverweigerer sind, was E-Autos betrifft.

Die Ausgebremsten und die Zuschauer

Für die Studie hat Sprenger die Befragten in vier so genannte „Personas“, also Konsumententypen einschubladisiert, mit sprechenden Bezeichnungen: Da gibt’s die „innovativen Statuskäufer“, die „informierten Realisten“, die „zufriedenen Zuschauer“ und die „ausgebremste Minderheit“. 

Im Ernst: Schauen Sie sich das an, sehr informativ...

...aber mir geht’s um etwas Anderes: Schubladisieren, das kann ich auch, dachte ich mir, und hab mir auch ein paar „Personas“ überlegt, die bei den Letzten sein könnten, die auf E-Mobilität umsatteln.

Hier meine Favoriten:

Der Nordkap-Außendienstler. Jahreskilometerleistung wie Santa Claus, Überstunden wie Harald Mahrer in seinen besten Tagen. Pausen sind seine Nemesis, das Rayon zwischen Syrakus und Skarsvåg lässt sich natürlich nicht beackern, ohne ab und zu einmal bei 200 Sachen in eine Flasche zu ludln. (Tipp: Vorher MS Teams deaktivieren!)

Der Jeremy Clarkson. Namensgeber ist der ehemalige Top-Gear-Moderator, derzeitige Bierbrauer und Inbegriff des eloqenten Oktan-Aficionados. Aber wer weiß, vielleicht hat den bekennenden Golf-GTI-Fan Clarkson die eben erfolgte Präsentation des ID.3 GTI bereits bekehrt?

Der Aussitzer. Postet schon mal: „Ich warte auf den Warp-Antrieb, die Chinesen haben da was in petto...“ Erkennbar am „Respect the Old School“ Pickerl am Heck seines antiken Volvo-Kombi.

Der wohlmeinende Skeptiker. Gibt sich bei Familientreffen und am Stammtisch zwar als Brückenbauer, aber: „Ja gut, 500 Kilometer aus einer Mignon-Zelle, aber ist das jetzt wirklich der Weisheit letzter Schluss?!“

Schließlich der Telegram-Schwurbler: Liest schon lang keine „Systemmedien“ mehr und fragt niemals nicht, wie wir Schaferln, den Wadsak ums Wetter. Steht alles viel besser in Herberts Blog. Das Armageddon, auf das er sich penibel vorbereitet, ist keine Klimakatastrophe, sondern irgendwas mit Bogenschießen und Männern in Lederkluft. 

Nostalgie und andere Gefühle

Jede Menge Kandidaten also für die Ehre des Letzten, der den Zündfunken reitet. Das darf ich derzeit übrigens auch gerade wieder, im Sinne von: einen Mildhybriden testen. Und ich muss sagen, das hat schon was. Nostalgisches.

Im Rennen um den letzten Elektro-Umsteiger werden Gefühle wie Nostalgie durchaus mit ausschlaggebend sein. Ein bissl dauern wird es außerdem, bis der Letzte durchs Ziel geht: UScales 10 Prozent Totalverweigerer geben an, auch beim übernächsten anstehenden Autokauf den Hubkolbenmotor präferieren zu wollen. „Weil der Verbrenner einfach besser ist“, haben sie angekreuzt.

Puh. Ganz schön bockig.

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