Dass die Marke Citroën sich nicht zuletzt dadurch von anderen Marktteilnehmern abhebe, dass sie liebenswerter sei, damit ließ Marketingleiter Benedikt Peter bei der Präsentation aufhorchen. Stephanie Haider, Managing Director Citroën Österreich, betonte insbesondere die Kreativität als Markenkern. Unbestreitbar, spätestens nachdem das Tuch vom ELO gezogen war.

Homebase für Aktive

Der 4,10 Meter lange Minivan – der so nie das Licht der Homologation erblicken wird – vereint eine Fülle von Ideen zur Vielfach-Nutzung des Automobils: Fahrzeug, mobiles Büro, Homebase für Outdoor-Aktive, Camping-Van, … Bei der Schöpfung der Typenbezeichnung hat man die Begriffe rEst, pLay und wOrk zusammengezogen. 

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Wer hier das „drive“ vermisst: Ein detailliertes Antriebskonzept fehlt dem ELO, allerdings wird die vehicle-to-load-Fähigkeit ebenso erwähnt wie eine zu hundert Prozent elektrische Architektur.

Sitze für sechs, Liegen für zwei

Der ELO will sich den Bedürfnissen des Fahrers und der Passagiere anpassen. Bis zu sechs Sitze mit einem zentral positionierten, um 180 Grad drehbaren Fahrersitz sind geboten. Der Innenraum lässt sich zur Schlafkabine für zwei umfunktionieren. Fürs Fernseh... pardon: Streaming-Vergnügen lässt sich eine kleine Leinwand vom Dach herabsenken.

Nicht nur Elektrogeräte können mit Energie versorgt, auch Luftmatratzen oder Stand-up-paddles mit Pressluft befüllt werden. Ein Skateboard ist ebenso an Bord wie Boule-Kugeln, pfiffig und sehr verspielt. Für Expertise in Sachen nicht-automotiver Bewegungsfreude hat man sich mit dem Sportartikelhändler Decathlon zusammengetan.

Ein Stück Champagne in jedem C5 Aircross

Welche Details werden es in dem einen oder anderen Citroën-Modell am ehesten in die Serie schaffen? Wegweisend sicherlich der hohe Anteil an Recycling-Materialien innen wie außen.

Stephanie Haider dazu: „Ohne dass wir das immer in den Vordergrund zu stellen, verwenden wir schon jetzt immer wieder recycelte Stoffe. Beim aktuellen C5 Aircross etwa wird für die Türmaterialien Maische verarbeitet. So steckt in jedem Auto ein Stück Champagne drin.“ 

Auch die Reifentechnologie von Goodyear namens Sightline entspricht dem Trend zu Vernetzung und dadurch erhöhter Sicherheit. Der Reifendruck des ELO lässt sich so per App anpassen.

Persönliche Anmerkung des Autors zum Schluss: Ein pfiffiger, familientauglicher Minivan in ein paar starken Farben würde dem Straßenbild – selbst ohne diese Fülle an verspielten Details - ganz sicher guttun.