Es herrschten perfekte Bedingungen für einen Geländetest mit Dacia Bigster und Duster in der Hellsklamm bei Wien: Es war „recht frisch“, wie man im Osten Österreichs sagt, dazu passte der Nieselregen. Vor dieser stimmigen Kulisse meisterten die Hybrid-SUVs besagten Geländetest bravourös. Anschließend warteten im „Base Camp“ die jüngsten Modellzugänge, allerdings nur zum Anschauen. 

Der Elektriker Spring, der in zweiter Generation in Europa produziert wird, soll im neuerdings umkämpften E-Kleinwagensegment mit knackigen Formen und günstigem Einstieg punkten. Der Striker, ein Kombi-Feschak, in dem sich das elegant-robuste Design der letzten Jahre nahtlos fortsetzt, kommt vorerst einmal hybridisiert. Bis 2030 will Dacia vier BEV-Modelle im Talon haben, den nächsten Schritt macht der Sandero. 

Auf Plattformen will man sich dabei nicht festlegen:  Während der Spring auf einer E-Plattform mit dem Twingo steht, bleibt der Sandero auf einer Multi--Antriebs-Basis. Wichtiger als eine solche Festlegung ist Dacia-CEO Katrin Adt: „Wir wollen leistbare Autos für Menschen bauen, die sich ihr Auto selber zahlen müssen. Also fangen wir dort an, wo wir mit günstigeren Batterien auskommen.“

Erfolgreich auch als Allrad-Marke

Mit dem Erfolgsrezept der leistbaren Mobilität will Dacia die 5-Prozent-Marke beim Marktanteil hierzulande absichern und ausbauen, wie Österreich-Chef Ralf Benecke sagt. Bei den Privatkunden will Dacia unter die Top-3, auch beim Thema -Allrad/-Offroad liege man über dem Marktschnitt. Mehr als 50 Prozent der Duster-Kunden greifen zum 4x4, beim -Bigster sind es etwa 30 Prozent.

Die Gefahr, dass das quantitative und qualitative Wachstum den Händlern zu viel abverlangen könnte, sieht man bei Werk und Importeur nicht. Man fordere keine „Riesen-Investitionen“, die Händler seien vielmehr stolz auf die Marke und wollen sie ausbauen. „Teil unseres Modells ist es, einfach und klar zu sein“, sagt Adt. „Wichtig ist: Wir müssen Geld verdienen und die Händler müssen Geld verdienen.“ 

Ein ausführliches Interview mit Katrin Adt und Ralf Benecke finden Sie in der AUTO-Information.