Gerald Weiss, Redaktioneller Verlagsleiter:

Alles, was wir tun, ist irgendwie in einem Prozess organisiert. Auch im Verlag beschäftigt uns das Thema intensiv. In einer Redaktion, die durch externe Faktoren wie Redaktionsschluss, aktuelle Ereignisse oder ein knapp verkauftes Inserat kurzfristig beeinflusst wird, müssen Abläufe, Deadlines und Qualität eingehalten werden, Doppelgleisigkeiten und Fehler vermieden werden. 

Dabei sind wir nicht die größte Redaktion des Landes, aber es arbeitet das gesamte hier abgebildete Team an allen Produkten im B2B-Bereich und es sind immer mehrere Bälle in der Luft: zweimal wöchentlicher Newsletter, wöchentliche AUTO-Information, monatliche AUTO & Wirtschaft, dazu kommen Sonderausgabe und Supplements, eigene Events und natürlich Termine, Termine, Termine.

Dabei bin ich ein bisserl stolz drauf, dass wir als Team ganz gut organisiert sind und sehr gut funktionieren, auch wenn es immer wieder stressig wird.

Mag. Heinz Müller, Chefredakteur A&W:

Nein, an dieser Stelle will ich nicht über GUTE Prozesse schreiben. Ich will mich den SCHLECHTEN widmen, und hier ganz besonders einer Versicherung, die mit dem Slogan „Machs wie Hans. Mit der …“ wirbt. Unser Verlag hat mit besagter Assekuranz unliebsame Erfahrungen gemacht. 

Es ging um den Diebstahl meines Firmenautos im Februar, wir haben darüber berichtet. Wir wollen jetzt nicht bewerten, ob die Summe, die besagte Versicherung dem Full-Service-Leasing-Unternehmen für das Auto bezahlt hat, gerecht ist, sondern es geht um die Dinge, die mitsamt dem Auto entwendet wurden. Ladekabel, bei einem E-Auto notwendig, werden mit 0 bewertet, auch fast alle anderen Dinge massiv reduziert. So bleibt eine lächerlich niedrige Summe für alle Sachen, die ich mir neu kaufen musste. Also werde ich jetzt KURZEN Prozess machen und die seit 1994 bestehende Versicherung für mein Eigenheim KÜNDIGEN!

Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Projektleitung KLARTEXT:

In unseren Medien befassen wir uns eingehend mit Prozessen aller Art. Wir holen dazu Experten ins Boot, arbeiten mit diesen gemeinsam an Tipps und (konkreten Handlungs-)Empfehlungen, wie Unternehmen im automobilen Umfeld Potenziale aufspüren und Veränderungen umsetzen können. Neben der Rolle als Unterstützer der Kfz-Branche sind wir aber auch Kunden. Und nicht immer sind die eigenen Erfahrungen, die mit Autokauf oder Werkstattaufenthalten gemacht werden, positiv.

Es gibt viele engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Autohäusern, Service- und Reparaturbetrieben, die sich mit Herzblut den Kundenfahrzeugen widmen. Aber es gibt leider auch jene, die höchst unmotiviert ihrem Tagwerk nachgehen. Das muss und darf heute nicht mehr sein. Der persönliche Umgang mit den Kunden muss stetig weiterentwickelt werden, die richtigen Prozesse helfen hier ungemein.

Mag. Bernhard Katzinger, Redakteur:

Das Thema Prozesse begleitet uns Schreiberlinge genauso wie andere Wirtschaftszweige: Auch bei mir, in meiner eigenen Arbeitseinteilung, wird das Bewusstsein rund um Abläufe (und wie man sie verbessern sollte) oft ignoriert, während es in Wahrheit jedoch bitter nötig wäre. In meinen Abläufen steht an erster Stelle die Begeisterung für das Thema, zu dem man schreiben darf, gefolgt von einer Phase der Entspannung, weil: Schreibt sich praktisch von selbst! Dann kommen andere Tätigkeiten dazwischen, Stifte sortieren oder das neueste YouTube-Video vom favorisierten Elektroauto-Influencer. Dies wird natürlich ausufernd kritisch kommentiert, bis der Deadline-Hammer zum Schlag ausholt. Dann immer: Schreibblockade, uff!, gefolgt von einer Phase der verzweifelten Berufsumorientierung. Ist irgendwo ein Bibliothekarsposten frei? Wie es letztlich zu einem fertigen Text kommt? Bleibt ein Mysterium.

Kevin Kada, Redakteur:

Für dieses Magazin habe ich mich stark mit dem Thema Künstliche Intelligenz auseinandergesetzt. Bereits davor hat mich das Thema schon interessiert, doch erst im Zuge der Recherche habe ich einen wichtigen Aspekt verstanden: Die KI allein macht uns nicht produktiver, sondern wir machen mit der KI etwas besser – wenn wir sie richtig einsetzen. Einen Prozess durch KI zu automatisieren ist kein Allheilmittel. Wer denkt, dass man sich einfach einen x-beliebigen KI-Chatbot oder Agenten zulegt und die Prozesse im eigenen Haus werden plötzlich schneller, besser und kostensparender, der irrt. Und zwar gewaltig. Selbst das Setup einer KI ist schon ein Prozess und offenbart Lücken und Schwächen, die es bereits jetzt gibt. Bevor Sie also über KI nachdenken, denken Sie zuerst einmal über die Arbeit in Ihrem Unternehmen nach. Denn mit dem Stehkalender am Schreibtisch wird’s nichts mit der KI-Erlösung.

Dieter Scheuch, Redakteur:

In einer modernen Betriebsführung bilden das Prozessmanagement und die laufende Prozess-Optimierung wichtige Standbeine für den Erfolg und sind in wohl allen Bereichen wie auch in der Kfz-Branche und ihrem Umfeld unverzichtbar. Vom Hersteller über den Importeur, der Distribution, dem Fahrzeughandel, dem Verkauf bis hin zur Werkstatt und der Fahrzeugverwertung: Jeder einzelne Player benötigt auf den Betrieb abgestimmte, maßgeschneiderte Tools, um Geschäftsabläufe zu verbessern. Als Grundlage im Fokus steht dabei die prozessorientierte Betrachtungsweise sämtlicher betrieblicher Abläufe, auf deren Basis diese Zug um Zug nachjustiert werden könnten. 

Die Transformation galoppiert schnell voran. Obacht – denn wer nicht mithält, die Entwicklung ignoriert und an alten Gewohnheiten festhält, könnte diesen Schnellzug verpassen und schlimmstenfalls nicht ans Ziel kommen.