In einem Satz zusammengefasst, würde ich KI folgendermaßen beschreiben: Sie ist stark in der Fläche, aber schwach in der Tiefe. KI kann in Sekundenschnelle Dokumente, Mails oder Konzepte erzeugen, für die früher Stunden nötig waren. Dabei greift sie aber auf Daten zurück, die möglicherweise veraltet sind – oder überhaupt nicht korrekt.

Wo KI wirklich hilft

Am stärksten ist KI dort, wo der erste Entwurf entsteht: Sie können Social-Media-Pläne und -Posts, Newsletter-Beiträge, Website-Texte, Keyword-Listen oder Produktbeschreibungen aufsetzen lassen, die Sie im Anschluss schärfen. Oder umgekehrt: Sie lassen einen Text überarbeiten, den Sie zuvor aufgesetzt haben.

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Ebenso hilft KI bei der Eventplanung: Ein erstes Konzept, einen Programmablauf, ein Werbesujet – all das können Sie mithilfe von KI umgehend erstellen. Solange Sie folgenden Grundsatz befolgen: Die KI erstellt das Rohmaterial. Das fertige Produkt – ob Text, Strategie oder Event – kommt von Ihnen, oder von einer professionellen Agentur.

Wo die Grenzen von KI liegen

Ein Beispiel: Sie beauftragen Ihr KI-Modell mit der Erzeugung von Website-Texten zu Ihren Produkten. Ihre Anforderungen sind klar: Pro Fahrzeug ein ausführlicher Text, ein Datenkasten obendrauf, ein persönlicher Abschlusssatz Ihres Verkaufsleiters. Was die KI nun macht: Sie sucht nach Daten, prüft diese aber nicht auf Aktualität und Plausibilität – und erfindet im Zweifel, was fehlt.

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Das Ergebnis: In der Produktbeschreibung Ihres Elektroautos steht ein Kraftstoffverbrauch, weil die KI auf die falsche Modellvariante referenziert. Wenn Sie diese Inhalte ohne Korrekturlesen übernehmen, ist der Reputationsschaden angerichtet. Hier gilt: Daten selbst einbringen – beispielsweise durch den Upload von Produktbroschüren und Preislisten – und ausnahmslos gegenprüfen.

Worauf Sie achten sollten: Vier Faustregeln für den Umgang mit KI

Unbedingt mitgeben möchte ich Ihnen vier Faustregeln, die sich im Umgang mit KI bewährt haben.

  1. Keine echten Kundendaten in offene Tools wie ChatGPT eingeben. Die DSGVO gilt auch hier.
  2. Alle Fakten – Preise, Verfügbarkeit, technische Daten und so weiter – unbedingt gegenprüfen.
  3. KI kann gute Text-Fundamente bauen, aber keine eigene Stimme erzeugen. Falls Sie sich eine persönliche Note für Ihre Kommunikation wünschen, hilft der Gang zum Profi.
  4. Verantwortlich für die Inhalte bleiben Sie, nicht das Programm.

Der beste Einstieg in die Nutzung von KI? Klein anfangen. Beginnen Sie mit einer isolierten Aufgabe – beispielsweise einem Social-Media-Plan oder einem Newsletter. Wer alles auf einmal automatisieren möchte, verliert am Ende mehr Zeit als er gewinnt.

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