Was macht eine Künstliche Intelligenz zu einem nützlichen Tool für den Arbeitsalltag? Diese Frage zu beantworten ist gar nicht so schwierig, geht es nach Jürgen Bogner, KI-Experte und Firmengründer der Agentur biteme.digital: „Die KI wird erst gut, durch den Menschen, der sie nutzt.“

Die humane Komponente in der künstlichen Umgebung wird von vielen Leute unterschätzt, da ein nicht unerheblicher Teil der potenziellen Nutzer den Sinn und Zweck hinter KI-Lösungen nicht versteht: „KI skaliert Faulheit und Halbwissen mindestens genauso gut wie Wissen und Produktivität. Wenn ich nicht weiß, wie ich mit der KI umgehe, ihr keine Vorgaben und Richtlinien gebe und schon vorher weiß, bei welchem Problem mir die KI helfen soll, dann wird man damit nicht erfolgreich sein“, sagt Bogner.

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Und tatsächlich steht und fällt der effiziente und erfolgsversprechende Betrieb von Tools mit KI-Komponenten damit, dass man weiß, was man von ihnen will. Noch bevor der Nutzer darüber nachdenkt, mit welchem Tool er arbeiten soll, muss er sich zuerst überlegen, was er überhaupt erarbeiten will. Im zweiten Schritt geht es um die richtige Kommunikation mit dem ­gewählten KI-­Modell. Hier trennen sich Erfolg von Misserfolg, wie Bogner bestätigt: „Ich kann in meinem Unternehmen 37 Personen mit PhD-Titel einstellen. Wenn ich ihnen nicht vermitteln kann, was ihr Job ist, dann werden mir die vielen schlauen Köpfe nichts bringen. So ist es auch mit der KI. Wenn ich ihr nicht mitteilen kann, was ich überhaupt in welcher Art von ihr möchte, dann werde ich keine guten Ergebnisse bekommen.“

Lernen zu sprechen

Das bedeutet, man muss erst lernen, wie man mit der KI spricht oder schreibt. Und selbst dabei kann einem die KI schon unter die Arme greifen, wie Bogner erzählt: „Man muss sich das wie einen Assistenten ­vorstellen, der einen kennenlernen soll. Man plaudert miteinander, die KI stellt Fragen, man antwortet darauf und so ergibt sich langsam, aber sicher ein Bild und in weiterer Folge auch ein Prozess, den man ausgestalten und eventuell automatisieren kann.“

Jürgen Bogner, KI-Experte und Firmengründer der Agentur biteme.digital

Dabei ist es aber genauso wichtig zu wissen, wann man keine KI braucht, so Bogner: „Die KI soll optimalerweise Prozesse beschleunigen, die man nicht gerne macht. Darin ist KI sehr gut. Es gibt aber vielleicht Prozesse, wo man 20 Minuten pro Tag braucht, und es sinnlos wäre, dafür eine KI zu entwickeln, weil das Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht stimmt.“ 

Jedem sein passendes Tool

Quick-wins, also einfache Prozesse zu automatisieren, ist dabei eine gute Herangehensweise, um auch das Potenzial der verschiedenen Tools zu erleben. Zudem sollte man sich nicht zu 100 Prozent auf die Ergebnisse der KI verlassen, sondern lieber auch noch etwas Zeit selbst investieren, ist sich Bogner sicher: „Wenn ich mir durch die KI von einer Aufgabe, die 6 Stunden dauert, 5 einsparen kann, dann nehme ich das doch lieber noch eine Stunde selbst in die Hand und verbessere die Qualität. Dann hab’ ich mir noch immer 4 Stunden eingespart und das Ergebnis ist noch besser.“

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Je konkreter die Aufgabe für einen KI-Agenten ist, desto besser das Ergebnis, ist Bogner überzeugt. Mit seiner Agentur hilft der Experte Unternehmen dabei, genau diese Prozesse zu definieren und die entsprechenden Lösungen dafür auf die Beine zu stellen. Denn jedes KI-Modell hat seine Stärken und Schwächen „und man muss wissen, wie man sie einsetzt“.

Job-Killer KI?

Die Angst, dass die KI den Menschen den Job wegnehmen wird, hat Bogner übrigens nicht, aber: „Nicht die KI nimmt den Menschen die Jobs weg. Sondern jemand wie ich, der weiß, wie er mit seiner KI effizient ­arbeitet und viel Leistung in kürzerer Zeit bringt.“

Damit auch Sie ihren Betrieb effizienter gestalten können, gibt es auch für die Kfz-Branche bereits spezielle Tools für die zeitintensiven Aufgaben im Arbeitsalltag, die wir Ihnen hier, hier und hier zeigen.