Während man sich weiterhin klar zu den Emissionszielen bekenne – und dies gelte auch für die nächsten Meilensteine 2030 und 2035 –, habe die EU-Kommission den Ruf nach mehr Flexibilität ge- und erhört und einen Vorschlag für einen Zusatz der CO2-Regularien erarbeitet. Diesem Vorschlag zufolge müssen die Hersteller die CO2-Ziele nun nicht mehr ab dem Jahr 2025 einhalten, sondern über einen Durchrechnungszeitraum von drei Jahren: „Dies erlaubt einem Hersteller, ein Überschreiten der Grenze in einem Jahr durch höhere Einsparungen im nächsten Jahr zu kompensieren“, führte der zuständige EU--Kommissar Apostolos Tzitzikostas aus. 

Zusätzliche 1,8 Milliarden Euro

Als Reaktion auf die ersten Gespräche des „strategischen Dialogs zur Zukunft der Automotive--Industrie“ präsentierte die Kommission eine Reihe von Maßnahmen und Zielsetzungen. So sollen etwa 1,8 Milliarden Euro für die sichere und nachhaltige Versorgung mit Rohmaterialien bereitgestellt werden, welche für die Produktion von E-Auto-Akkus benötigt werden. Eine wettbewerbsfähige europäische Batteriezellproduktion sei entscheidend, für sie wurde Unterstützung aus dem europäischen Innovationsfond angekündigt.
Auch für eine europäische Aufholjagd bei vernetzter, KI-unterstützter und autonomer Mobilität sollen Mittel bereitgestellt und Allianzen geschlossen werden. Man halte überdies an „defensiven Handelsinstrumenten“ fest, um europäische Unternehmen vor unfairer Konkurrenz zu schützen.
Klar grenzte Tzitzikostas die präsentierten Maßnahmen von der für 2026 angekündigten Neufassung der Treibhausgas-Regularien ab. Erst darin werde man dann auch Vorschläge für alternative Antriebskonzepte bzw. CO2-neutrale Kraftstoffe einbringen.