Infomedia übernimmt Veact“, lautete die Headline vor wenigen Wochen. Während Veact europaweit und natürlich auch in Österreich bekannt und erfolgreich ist, kennt man Infomedia hierzulande kaum. „Veact zählt zu den führenden europäischen Spezialisten für datenbasierte Kundenaktivierung, Predictive Service Marketing und Aftersales-Kundenmanagement“, erklärt Veact-Gründer Philipp Posselt. „Infomedia ergänzt diese Expertise durch tiefes Know-how in den Bereichen Fahrzeug-, Service- und Teileinformationen“, ergänzt Jens Monsees, CEO von Infomedia. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Sidney ist weltweit führender Anbieter von Technologie- und Datenlösungen für den Automotive Aftersales, aktiv in 187 Ländern. Infomedia ist stark im Aftersales-Geschäft positioniert und verfügt über Lösungen wie Microcat, Superservice, Simplepart und Infodrive, mit zahlreichen Autoherstellern als Kunden. Mit Veact kommt nun eine starke Marketing- und Datenbasis dazu. Gemeinsam soll eine durchgängige Plattform entstehen, die OEMs und Händlernetze dabei unterstützt, den gesamten Fahrzeuglebenszyklus datenbasiert und effizient zu steuern.

Die beste Datenplattform gewinnt

Gerade durch Künstliche Intelligenz verändern sich die Möglichkeiten deutlich. „Mit KI kann man heute über verschiedene Datenquellen hinweg schneller zu Ergebnissen kommen sowie das Erlebnis für den Nutzer verbessern“, erklärt Monsees. 

So hat Infomedia mit Intellegam auch ein KI-Start-up aus München in die Gruppe übernommen und kann damit eigene Lösungen entwickeln. „Im Gegensatz zu anderen KI-Anwendungen verfügen Infomedia und Veact über die dafür notwendigen Daten“, ergänzt Posselt.

Den Markt beschreibt Monsees als stark fragmentiert: „DMS, KI-Plattformen, Marketing und CRM sind vielfach Einzellösungen. Der Ansatz von Infomedia und Veact ist eine Plattform, die Hersteller und Händler miteinander verknüpft und auch Connected-Car-Daten einbezieht.“ 

Ziel ist eine Symbiose zwischen Hersteller und Händler. „Wenn beide Seiten zusammenkommen und nicht darüber streiten, wem der Kunde gehört, führt das zum Erfolg“, so Monsees.