Neben konventionellen Blei-Säure-Batterien gewinnen dabei AGM- und EFB-Technologien deutlich an Bedeutung: Nach Angaben des Batterieexperten GS Yuasa ist ihr Anteil seit 2013 von rund 10 auf mehr als 50 Prozent gestiegen. Auch die Elektromobilität ändert daran wenig: Mehr als 95 Prozent der Elektrofahrzeuge verfügen weiterhin über eine 12-Volt-Batterie für wichtige Fahrzeugsysteme. Batteriekompetenz bleibt damit ein wichtiges Thema im Aftermarket – bei zugleich wachsender technischer Vielfalt.

Aus Fahrzeugdaten wird Marktwissen

Um diesen Markt optimal zu adressieren, benötigen Kfz-Teilehandel und Werkstätten moderne Werkzeuge und verlässliche Daten. Ein Beispiel ist SalesIQ von GS Yuasa. Die Lösung bündelt Methoden und Werkzeuge für Marktanalyse, Nachfrageprognose, Sortimentsplanung und Werkstattunterstützung.

Die Grundidee: Wer weiß, welche Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sind, welche Batterien darin zum Einsatz kommen und wann diese voraussichtlich ersetzt werden müssen, kann den zukünftigen Bedarf genauer einschätzen. Dazu lassen sich Daten zum europäischen Fahrzeugbestand mit Batterieanwendungen, realen Verkaufs- und Austauschtrends sowie Erkenntnissen aus mehr als 75 Erstausrüste--Partnerschaften verknüpften. Dies ermöglicht den Werkstätten und dem Teilehandel, ihr Sortiment stärker daran auszurichten, welche Fahrzeuge künftig ins typische Austauschalter kommen und welche Batterietechnologien benötigt werden.

Potenzial beginnt beim Batteriecheck

Ein Ansatzpunkt ist der regelmäßige Batteriecheck. Kommt ein Fahrzeug zur Inspektion, zum Reifenwechsel oder für eine Reparatur in die Werkstatt, lässt sich die Prüfung der 12-Volt-Batterie einfach in den Ablauf integrieren. Eine nachlassende Leistungsfähigkeit kann so erkannt werden, bevor es zum Ausfall kommt. Für den Kunden bedeutet dies mehr Planungssicherheit, für die Werkstatt entsteht eine zusätzliche Beratungs- und Verkaufsmöglichkeit.

Gleichzeitig wird der Batteriewechsel technisch anspruchsvoller. Bei modernen Fahrzeugen ist es häufig nicht mehr mit Aus- und Einbau getan. Abhängig vom Modell können Registrierung, Codierung oder weitere fahrzeugspezifische Arbeitsschritte notwendig sein. Auch bei der Auswahl ist Genauigkeit gefragt: Eine vom Fahrzeughersteller vorgesehene AGM- oder EFB-Batterie lässt sich nicht beliebig durch eine andere Technologie ersetzen.

Auf der Suche nach der passenden Batterie

Digitale Fahrzeug- und Batteriesuchsysteme helfen, die passende Batterie und die jeweiligen Einbauanforderungen zu identifizieren. Batteriekompetenz wird damit zunehmend zur Dienstleistung – von der Diagnose über den Austausch bis zur korrekten Integration ins Fahrzeug.

Für Werkstätten und Autohäuser ist weniger die Datenanalyse im Hintergrund entscheidend als deren Ergebnis im Tagesgeschäft: die richtige Batterie schneller identifizieren, Fehler bei Auswahl und Einbau vermeiden, Ausfallrisiken frühzeitig erkennen und zusätzliche Serviceleistungen anbieten.