Es ist immer interessant, wenn man bei internationalen Autopräsentationen mit Managern ins Gespräch kommt. Da erfährt man beispielsweise zwischen Vor- und Hauptspeise (oder war es schon das Dessert?), welche europäischen Märkte für Lexus die bedeutendsten sind. Großbritannien? Ja, der Tipp der am Tisch versammelten Journalisten stimmt. Doch Frankreich hatten wir nicht auf unserer Rechnung. Und dass Lexus in Polen in den ersten 7 Monaten 8.060 Neuwagen (und damit halb so viele wie zum Beispiel Audi) verkauft hat, war uns Österreichern bisher nicht bewusst. Aber eigentlich logisch, denn in Polen ist die Lexus-Mutter Toyota seit Jahren die Nummer 1 (mit 57.997 Neuzulassungen in den ersten 7 Monaten vor Skoda mit knapp 38.953 und VW mit 32.353 Einheiten).
Lexus-Netz in Österreich bleibt gleich
So weit die Einleitung, und die Stärke von Lexus in Polen ist auch deshalb klar, weil es (im Gegensatz zu Deutschland) dort keine lokalen Premiumhersteller gibt. Also wird der neue Lexus ES in Warschau, Krakau oder Danzig sicher auch viele Abnehmer finden. Denn die 5,14 Meter lange Limousine ist auch in ihrer jüngsten Auflage japanische Ingenieurskunst vom Feinsten und wird vor allem auch in asiatischen Ländern (wo der Käufer meist hinten sitzt) und in den USA gerne gekauft.
In Österreich, wo Lexus 1992 gestartet ist, ist die Toyota-Tochter seit jeher eine Marke für jene Kunden, die sich ganz bewusst von jenen der drei deutschen Premiumhersteller abheben wollen. Heuer peilt Lexus bis Jahresende in Österreich rund 500 Neuzulassungen an, wobei man in den ersten 8 -Monaten auf 262 Einheiten kam.
Der neue ES wird in Österreich sowohl als Hybrid (ES 300h) als auch als Elektroauto (ES 350e) angeboten, wobei die Einstiegspreise mit 61.700 Euro brutto in der Version Comfort gleich sind. Den ES 300h gibt es auch mit Allradantrieb ab 64.500 Euro. Der Importeur peilt in einem Volljahr rund 100 Neuzulassungen von diesem Fahrzeug an. Der Anteil der vollelektrischen ES-Modelle soll bei etwa 30 Prozent liegen.
Das Netz soll in der aktuellen Größe beibehalten werden. Aktuell gibt es 4 Händler: Keusch in Wien, Denzel in Graz, Sulzbacher-Mitterbauer in Pasching und Bacher in Innsbruck. Dazu kommen 8 Service-Standorte. •
