Dem Publikum wurden zahlreiche Sonderausstellungen geboten – unter anderem 130 Jahre Daimler, 80 Jahre Vespa, 50 Jahre Golf GTI oder 60 Jahre Ford Transit, Exklusives wie 30 Jahre Mercedes SLK, „Opel oben ohne“, 70 Jahre Heinkel--Kabine (der technisch ausgefeilten „Knutschkugel“) oder 40 Jahre Motorenentwicklung von Cosworth zeugen von der Bandbreite der überwiegend perfekten Exponate. Jubiläen ihres raren Altblechs feierten der KARO (= Kabinenroller) Club den 66. Geburtstag, die Österreichische Gesellschaft für Historisches Kraftfahrwesen (ÖGHK) wie auch der English SportsCar Club Wien (ESCC) den Fünfziger und der SAAB Club Österreich den Vierziger.
Die von der traditionellen Oldtimerszene kritisch beäugte Schau „CustomCars, TuningCars und LowriderShow 3. Teil“ deckte wieder ein stärker an Leistung und Modifizierung als an Originaltreue und historischen Purismus interessiertes Fahrzeugpublikumssegment ab.
3D-Druck zur Teileversorgung
Kenner und alte Hasen, die sich noch an die frühere Ausgaben der Messe erinnern, wünschen sich internationale Spezialanbieter von Reifen, nachgefertigten Bestandteilen und umfangreichen Sortiments an Fahrzeugmarken-Literatur zurück, die in den letzten Jahren nicht mehr auf der Messe gesichtet wurden. Andererseits haben ein Teil der Enthusiasten, aber auch Marken- bzw. Typenklubs bei Spezialteilen in Zeiten von Internet und 3D-Druck die Versorgung selbst in die Hand genommen.
Vormerken: Die nächste Tullner Oldtimermesse, die sich als Österreichs größte Oldtimerveranstaltung bezeichnet, findet 2027 am 24. und 25. April statt.
