So erreicht bei der umfassenden Prüfung nur ein Reifen die Gesamtnote „gut“, sieben Modelle werden mit „befriedigend“, drei mit „genügend“ bewertet und gleich fünf fallen mit „nicht genügend“ komplett durch. 

„Der Markenname allein ist kein Garant für insgesamt gute Leistungen und Ausgewogenheit“, verweist ÖAMTC-Reifenexperte Steffan Kerbl auf zwei Premiummarken in den beiden schwächsten Bewertungsstufen. Demnach erbringt ein Reifenmodell nicht automatisch in jeder Dimension dieselbe Leistung. Ganzjahresreifen müssten einen besonders großen technischen Spagat bewältigen – von heißen sommerlichen Fahrbahnen bis zu winterlichen Bedingungen bei minus 15 Grad sowie Nässe rund um den Gefrierpunkt.

Nur eine klare Kaufempfehlung

So erhält als einziges Modell der Continental AllSeasonContact 2 eine klare Kaufempfehlung. Er überzeugt in allen Fahrsicherheitskriterien, zeigt jedoch leichte Schwächen bei der Laufleistung. Dahinter folgen der Pirelli Cinturato All Season SF 3 und der Michelin CrossClimate 2. Der Pirelli weist Defizite auf winterlicher, der Michelin auf nasser Fahrbahn auf. 

Ebenfalls „befriedigend“ werden Vredestein Quatrac, Hankook Kinergy 4S 2, Goodyear Vector 4Seasons Gen-3, Nokian Tyres Seasonproof 2 und GT Radial ClimateActive bewertet. Sie zeigen jeweils auf -mindestens einem Untergrund Schwächen.

Keine Kaufempfehlung für 8 Modelle

Keine Kaufempfehlung (genügend bzw. nicht genügend) erhalten gleich acht Modelle. Nexen N’Blue 4Season 2, Dunlop All Season 2 und Milever All Season Versat MC545 offenbaren deutliche Defizite auf trockener Fahrbahn. 

Norauto 4 Seasons 2, Bridgestone Weather Control A005-Evo, Mastersteel All Weather 2, Roadhog RGAS02 und Tomason Allseason fallen vor allem durch sehr schwache Winterleistungen zurück. -Kerbl weist allerdings darauf hin, dass für viele Ganzjahresreifen-Nutzer die Leistungen auf trockener und nasser Fahrbahn im Alltag besonders relevant seien.