Wer sich vielleicht schon länger darauf gefreut hat, in der Ferienzeit mühelos mit dem Auto in die Arbeit zu gelangen, wird aktuell in und um den Ballungsraum Wien herb enttäuscht. Das Verkehrsaufkommen ist hoch und die Baustellenaktivitäten wurden noch einmal verstärkt. Das führt dazu, dass der Arbeitsweg nicht kürzer, sondern vielfach auch noch länger als zu den normalen Zeiten ausfällt.

Dann gibt es da noch findige Mitbürger, die denken oder sagen: „Dann nimm doch die Öffis“, damit ist man allerdings auch nicht besser beraten. Denn die Öffis haben längere Intervalle, Stichwort Urlaubszeit und Verfügbarkeit von Lenkpersonal, und auch den einen oder anderen Störfall mehr, wenn man den Nachrichten Glauben schenken will. Und dann im Sog der aktuellen Hitzewelle „im Schweiße seines Angesichts“ lange Zeit auf eine Verbindung zu warten und im Anschluss in überfüllten Waggons oder Bussen ohne bzw. ausreichende Klimatisierung „dahinzuvegetieren“, das kann wohl auch nicht die Lösung sein.

Wenn schon vielfach das Wort „Verkehrswende“ bemüht wird, dann darf halt auch der Faktor Mensch dabei nicht vergessen werden. Der hat nämlich einen Drang zur Mobilität und wählt im Fall der Fälle dann nicht immer das ökologischste, sondern das bequemste Verkehrsmittel. Und das ist für viele immer noch das (eigene) Auto.

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