Der Bestand, so heißt es allgemein, sei die harte Währung in der Branche: Vor allem für die Markenwerkstätten, aber auch für jene Betriebe, die sich auf den einen oder anderen (meist mengen- und/oder ertragsstarken) Hersteller konzentriert haben. Doch wie haben sich die Zahlen in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt? 

Blickt man auf die Zahlen auf diesen beiden Seiten, kann man den Trend nicht übersehen: Der Bestand steigt, vor allem bei den Pkw. Waren Ende 1990 in Österreich 2.991.284 Pkw zugelassen, so waren es zu Silvester 2025 bereits 5.286.101. Zwar ist der massive Anstieg von rund einer halben Million-Einheiten, der noch in den 1990er-Jahren im 5-Jahres-Abstand feststellbar war, vorbei, doch der Trend geht weiterhin nach oben (seit 2020 um fast 200.000 Stück). Und auch in den ersten beiden Monaten dieses Jahres war es nicht anders. Der Bestand wuchs um 2.897 Pkws auf 5.288.998, oder anders gesagt: Jeden Tag kamen 49 hinzu. 

Übrigens: Mit 257.717 Einheiten hat die Zahl der Elektro-Pkw in Österreich im Bestand mit 31.12.2025 erstmals die Grenze von einer Viertelmillion überschritten, das ist ein Plus von 28,5 Prozent im Jahresvergleich; Ende 2024 waren 200.603 BEVs gezählt worden. Damit haben 4,9 Prozent aller Pkw im österreichischen Fahrzeugbestand einen Elektroantrieb; für Werkstätten bleibt also (zumindest momentan) noch kein Grund zur Sorge, dass sich das Geschäft mit dem Ölwechsel sehr rasch verringert.

Wo gibt es die wenigsten Pkw pro 1.000 Einwohner?

In Österreich entfielen mit 31. Dezember 2025 auf 1.000 Einwohner im Schnitt 573 Pkw, das ist geringfügig mehr als 1 Jahr davor (569). Am höchsten war der Motorisierungsgrad mit 702 Pkw je 1.000 Einwohner im Burgenland, gefolgt von Niederösterreich (670), Kärnten (667), Oberösterreich (651), der Steiermark (631) und Salzburg (577). Unter dem österreichweiten Durchschnitt lagen Tirol (555) und Vor-arlberg (548), das absolute Schlusslicht bildet Wien mit 363 zugelassenen Pkw je 1.000 Einwohner. 

Rückblick und Ausblick
Die Präsentation der Zulassungszahlen für das Vorjahr ist der Auftakt zum Autojahr: Die damals gemachten Prognosen für die kommenden 12 Monaten werden aber – wie wir erfreulicherweise feststellen können – seither stets übertroffen.