Hinter SERMI verbirgt sich die Schaffung eines europaweit standardisierten Zugangs zu diebstahl- und sicherheitsrelevanten Reparatur- und Wartungsinformationen. Ein Vorteil vor allem für freie Kfz-Betriebe, die dann nicht mehr sämtliche markenspezifische (Einzel-)Zertifikate beim OEM beantragen müssen.

Aktuell spießt es sich aber nach wie vor an den Konformitätsbewertungsstellen, den von der (staatlichen) Behörde zugelassenen Zertifizierungsstellen. Erst wenn diese bekannt sind, kann ein Kfz-Betrieb den Antrag an eben genau diese Stellen richten.

„Schweden ist aktuell das einzige EU-Land, das über eine Konformitätsstelle verfügt und am 1. Oktober 2023 mit dem SERMI-Schema starten wird“, erklärt Wilfried Stöckl, Generalsekretär des VFT – Verband der freien Kfz-Teile-Fachhändler. In weiteren sechs bis sieben EU-Ländern hätten sich Anbieter um staatliche Akkreditierung bemüht, allerdings gebe es hier auch noch nichts Konkretes. Recht still ist es in Österreich, und so rechnet der VFT damit, dass sich vor 2024 hierzulande hinsichtlich SERMI wenig tun werde.

Viel schneller geht es auch in anderen, weitaus größeren EU-Staaten nicht. In Deutschland kommt es ebenfalls zu einer Verzögerung, laut Recherchen des Magazins „kfz-betrieb“ wird als frühestmöglicher Termin für den SERMI-Start der 1. Dezember 2023 genannt.