Auch wenn die jungen Leute in den vergangenen Tagen eine Pause bei ihren Blockaden von Straßen und Brücken eingelegt haben, ist klar: Die Unmäßigkeit, mit der im Mai in Wien Tag für Tag agiert wurde, hat die Aktivisten viele Sympathien gekostet. Das kann vermutlich jeder bestätigen, der in seinem Umfeld Leute kennt, die die Forderungen der jungen Damen und Herren auf der Straße vor einigen Monaten noch bejaht haben – aber nun auch größtenteils der Meinung sind, dass sie nicht zielführend sind.
Es reicht mit den Blockaden: Denn in der türkisschwarz-grünen Bundesregierung sitzen durchaus Personen, die die Aktionen der Aktivisten verstanden haben und die eine oder andere Forderung umsetzen werden (oder dies schon längst getan haben).
Von den Kosten, die die täglichen Status verursacht haben, wollen wir gar nicht reden. Und wir wollen auch gar nicht den zusätzlichen CO2-Ausstoß thematisieren, der entsteht, wenn Zigtausende Autos an einem Montagmorgen teilweise eineinhalb Stunden lang in Wien im Stau stehen, weil so gut wie alle Donaubrücken gleichzeitig blockiert sind.
Wie gesagt: Es reicht!
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