Mit über 30 Vortragenden und mehr als 350 Besuchern ging am 9. und 10. Mai die El Motion 2023 in unmittelbarer Nachbarschaft des Technischen Museums in Wien über die Bühne.

In ihren Vorträgen sprengten die Sprecher den engen Rahmen des Untertitels „E-Mobilität für KMU und kommunale Betriebe, Fachkongress zum Thema elektrische Flotten- und Nutzfahrzeuge“, denn auch allgemeine Transformationsthemen wie Vehicle2Grid (V2G), Volatilität der Stromnetze, Second Life für Batterien oder die Frage nach dem Zeitplan für die Feststoffbatterie bekamen eine Bühne.

Autobahnbetreiber Asfinag präsentierte ambitionierte Pläne für den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Pkw und Lkw - unter anderem werden auch die Rastplätze (bisher ohne Tank-Infrastruktur) mit Ladepunkten ausgerüstet, eine internationale Ausschreibung ist in Vorbereitung.

In der Eröffnungs-Keynote plädierte Komm.-Rat Mag. Davor Sertic, MBA, WKW-Spartenobmann Transport und Verkehr, für kombinierten Güterverkehr mit Bahn und E-Lkw als Mittel, um den internationalen Güterverkehr zu dekarbonisieren. Sertic betonte die Rolle der Wirtschaft als Treiber der E-Mobilität; schon heute sei das E-Fahrzeug in urbanen Gebieten die beste Lösung.

Erich Gstettner vom österreichischen Hyundai-Importeur berichtete über das Vehicle2Grid-Projekt des koreanischen Herstellers im niederländischen Utrecht, welches derzeit mit Sharing-Cars betrieben werde. Die Fahrzeuge – es handelt sich um Hyundai Ioniq5 – benötigen lediglich ein Software-Update, um V2G-tauglich zu sein.

Erneut wurden auch die EL-Mo-Awards verliehen. Hier geht's zum separaten Bericht...

Nachdem die Größe der Begleitausstellung am derzeitigen Veranstaltungsort an ihre Grenzen stößt, sei laut Kongressmanagerin Astrid Witzany eine Verlegung für 2024 nicht ausgeschlossen.