Tatsächlich bietet allein das Themen-Splitting im Programm des heurigen 44. Motorensymposiums einen Eindruck von der Vielfalt der Technologien, welche derzeit diskutiert werden: Während batterieelektrische Antriebsstränge einen gewichtigen Teil der Vorträge an den beiden Tagen einnehmen, wird nach wie vor auch Verbrenner-, Brennstoffzellen- und E-Fuel-Technologie angeregt debattiert.

Hörsaal statt Stammtisch
Dabei gehen die anwesenden Experten technisch mitunter in Tiefen, bei denen auch der interessierte Laie aussteigt. Dafür laufen die Debatten – interessanterweise auch in den Pausen – in einer angenehmen Unaufgeregtheit ab, welche der Mobilitätsdiskussion allgemeint gut täte.

Erfreulich für den Veranstalter, fanden bereits die Eröffnungs-Vorträge vor gefüllten Reihen im großen Festsaal der Wiener Hofburg statt. Bei der Eröffnungs-Pressekonferenz sprachen neben Geringer auch VW-Vorstand Dipl.-Kfm. Thomas Schmall, Hyundai Mobis-CEO Dr. Sung-Hwan Cho und Bosch-Vizepräsident Dr. Thomas Pauer.

Pauer betonte, dass Bosch als Zulieferer die Unterschiede der Märkte verstehen müsse, und sah das Unternehmen für die zu erwartende Vielfalt der Antriebe als gut gerüstet an und kündigte an, auch in der Entwicklung von Wasserstoff-Brennstoffzellen aktiv zu werden. "Wir sollten keine Lösung ausschließen, um klimaneutral zu werden", schloss Pauer.

Schmall wiederum bekräftigte die VW-Strategie, auf den batterieelektrischen Antrieb inklusive Zellproduktion zu fokussieren. Um diese sehr energiehungrige Produktion von Batteriezellen aber in Europa zu etablieren, brauche es noch mehr Anstrengungen seitens der Unternehmen und der Politik.

Details zu ausgewählten Vorträgen und Pressekonferenzen des 44. Wiener Motorensymposiums finden Sie in der AUTO-Information Nr. 2668 am 5. Mai 2023!