In bloßer Defensive weichen diejenigen, die es noch können, auf verbleibende Freiräume aus, um sie maximal für sich auszunutzen. Märkte verändern sich, nicht so Messen. Oberflächlich okay zeigen sich in der Tiefe der Anbieterstrukturen die Risse. Ich zitiere aus dem Buch „Unternehmerethik“, herausgegeben vom Österreichischen Gewerbeverein und dem Österreichischen Netzwerk Wirtschaftsethik: „Der Bauer, dem drei Viertel der Felder besetzt und drei Viertel der Knechte entzogen wurden, weiß sich nicht anders zu helfen, als das verbleibende Viertel der Felder zu überdüngen und das verbleibende Viertel der Knechte zu schinden.“
Viele haben, in Fortsetzung dieses Gedankens, ihre selbstbestimmte Existenz aufgegeben und sind mehr und mehr fremdbestimmte Gutsverwalter. Ich denke, das trifft den Kern der Wahrheit. Dennoch freuen wir uns auf die Freuden des Wirtschaftsfrühlings. Es kann ja nur besser werden. •
