Zurückzuführen sei der Anstieg von rd. 2,5 Mio. t im Vergleich zu 2014 laut Umweltbundesamt vor allem einerseits auf eine witterungsbedingte Verschiebung der inländischen Stromproduktion von Wasserkraft zu kalorischen Kraftwerken und andererseits auf den Anstieg des Absatzes fossiler Treibstoffe – speziell von Diesel.
Bei den veröffentlichten Zahlen fehlten Informationen über den Anteil des Tanktourismus, Treibhausgase im Verkehr würden anhand des verkauften Sprits berechnet, wie der ÖAMTC kritisiert. „Allerdings wurde in den vergangenen Jahren über 1/4 des bei uns verkauften Kraftstoffs nicht in Österreich verfahren. Der sich daraus ergebende Kraftstoffexport, also der Tanktourismus, hat sich seit 1990 vervierfacht. Daher sind simple Vergleiche mit der verkauften Spritmenge in der Vergangenheit irreführend“, so Wiesinger.
Verwundert zeigt sich der ÖAMTC außerdem über die in der Analyse veröffentlichten Zahlen zur Fahrleistung. „Laut Umweltbundesamt hat die Fahrleistung der Österreicher zugenommen. Dabei gibt es dafür bisher keine offiziellen Zahlen aus dem Mikrozensus der Statistik Austria. Laut den bis 2014 vorliegenden Zahlen sind die durchschnittliche Kilometerleistung und der Kraftstoffverbrauch bei Privat-Pkw in den vergangenen Jahren stets gesunken“, so Wiesinger.
Die durchschnittliche km-Leistung eines Pkw betrug im Jahr 2004 in Österreich 14.142 km/Jahr, der Kraftstoffverbrauch 7,4 l auf 100 km. 2014 waren es 12.368 km/Jahr und ein durchschnittlicher Kraftstoffverbrauch von 6,8 l auf 100 km. „Wenn das UBA Statistiken veröffentlicht, sollte es alle Zahlen auf den Tisch legen“, so Wiesinger. •
