Borgward baut seine Autos in China, in Bremen soll nach derzeitiger Planung die Endmontage für den europäischen Markt erfolgen. Dudenhöffer, zuletzt Referent am A&W-Tag in Wien, glaubt jedoch nicht, dass dieses Rezept von Erfolg gekrönt ist. „Es gibt heute mehr als 40 etablierte Automarken. Wenn die Kunden weder ein Elektroauto noch die Marke kennen und dann kommt das Auto noch aus China und wird in Deutschland angeblich mit ein paar Umbauten zu einer Art Made in Germany, warum sollten diese Kunden überzeugt sein?“, sagte er in einem Interview mit Radio Bremen.

 

Auch der Name Borgward sei vielen – vor allem der Generation unter 40 – nicht mehr geläufig, so Dudenhöffer. „Wenn Sie 90-Jährige ansprechen wollen, dann erinnern die sich vielleicht an die Marke Borgward. Aber wenn Sie die 18- bis 40-Jährigen ansprechen, denen sagt der Name nichts, wenn die mehr als 100 km von Bremen weg leben. Die können mit anderen Namen wie etwa Apple, etwas anfangen.“

 

Ähnlich wie Borgward würden sich auch andere chinesische Hersteller in Europa schwer tun, glaubt Dudenhöffer. Sein Tipp: Die chinesischen Hersteller müssen selbstbewusster auftreten. Etwa so, wie es die Koreaner heute machen. Die sagen, wir liefern Qualität, die aus Korea kommt und besser als die japanische ist und von der war Europa begeistert.

 

Borgward verfügt in Europa derzeit noch über kein Vertriebs- bzw. Werkstättennetz. •