Die Wirtschaftskammer Wien fordert von der Stadt ein positives Bekenntnis zum Ausbau der Verkehrsinfrastruktur wie dem Lobautunnel. „Der Bau des Tunnels bringt tausende Jobs, entlastet den Verkehr und stärkt den Wirtschaftsstandort Wien. Die Planungen sind alle abgeschlossen, das Budget steht. Es wurde jahrelang diskutiert, jetzt muss endlich umgesetzt werden“, sagt Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien. Wichtig für die Leistungsfähigkeit des Wiener Verkehrsnetzes sei auch die damit verbundene Entlastung der A23-Südosttangente.

 

In dieselbe Kerbe schlägt auch Christoph Biegelmayer, Direktor des Wiener Wirtschaftsbundes: „Alle Fakten liegen längst auf dem Tisch. Verkehrsexperten und betroffene Unternehmerinnen und Unternehmer verstehen die Verzögerungstaktik der Frau Vizebürgermeisterin nicht mehr.“ Es brauche jetzt endlich die Umsetzung des Lobautunnels. „Ich empfehle, die Ideologie der Sachlichkeit unterzuordnen“, so Biegelmayer.

 

Drastischere Worte findet ÖVP Wien-Landesparteiobmann Stadtrat Gernot Blümel: „Es muss endlich Schluss sein mit den ewigen Verzögerungen und der grünen Verhinderungspolitik.“ Angesichts der Unwilligkeit der Verkehrsstadträtin müsse Bürgermeister Häupl endlich ein Machtwort sprechen. „Die Wienerinnen und Wiener haben schlichtweg keine Lust mehr, sich wegen der völligen Unfähigkeit und dieses Dilettantismus von Rot-Grün jeden Tag durch die Stadt stauen zu müssen. Unter dieser Politik leidet nicht nur die Lebensqualität der Menschen, das schadet auch dem Wirtschaftsstandort Wien und vernichtet Arbeitsplätze.“ •