Die Aufbewahrung im Smartphone sei zu unsicher, Kriminelle könnten die App knacken und damit den Wagen unbefugt öffnen und schlimmstenfalls sogar damit wegfahren. „Mobile Endgeräte und mobile Netze sind vergleichsweise unsicher und damit für die hohen Sicherheitsanforderungen im Automobilsektor nur bedingt geeignet“, so Thorsten Stuke, Mobility Experte im eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. und Geschäftsführer von M2M Tailors.
Es gäbe kaum ein Smartphone, auf dem auch nur ein Virenscanner, geschweige denn eine weitergehende Sicherheitssoftware installiert sei. Daher wäre es unverantwortlich, eine derart sicherheitsrelevante Angelegenheit wie einen Autoschlüssel im Handy abzulegen. Ein moderner Pkw weise laut eco etwa 50 Schnittstellen mit teilweise sehr unterschiedlichem Sicherheitsniveau auf.
„Es ist äußerste Vorsicht geboten, diese Interfaces über öffentliche Netze mit dem Public Internet zu verbinden“, so Markus Schaffrin, Geschäftsbereichsleiter Mitglieder Services bei eco. Für jede einzelne Schnittstelle seien die Folgen im schlimmsten anzunehmenden Fall einer Sicherheitsverletzung zu hinterfragen. Das gelte für technische Folgen, aber beispielsweise auch für damit zusammenhängende Versicherungsaspekte. „Erst wenn alle diese Fragenkomplexe zufriedenstellend beantwortet werden können, sollte man erwägen, die jeweilige Schnittstelle über das Internet verfügbar zu machen.“ •
