Bei E-Tankstellen sei ein Preisvergleich für Konsumenten fast unmöglich, doch die Unterschiede seien groß. Dafür sorgten unterschiedliche Tarife, ein komplizierter Zugang zu den Ladestationen – wie etwa ausschließliche Nutzung mit einer Kundenkarte oder unterschiedliche Steckersysteme – sowie Zusatzkosten wie Garagen- oder Parkgebühren. Monatliche Kosten von 12 € bis 124 € habe eine ÖAMTC-Beispielrechnung für ein fiktives Nutzungsszenario bei unterschiedlichen Tarifmodellen ergeben.

 

Laut ÖAMTC lädt man – sollte keine Gratis-Ladestation in der Nähe sein – zu Hause am günstigsten. Hier zahle man den Hausstrom-Tarif nach Verbrauch, im Schnitt seien das 20 Cent je Kilowattstunde. Wer öffentliche Ladestationen nutzt, dem stehen laut dem Bundesverband Elektromobilität 2.290 E-Tankstellen in Österreich zur Verfügung, einige davon (noch) gratis.

 

Leistungsabhänge Tarife, bei denen man zahle, was man an Kilowatt lade, seien rar. Neben Flatrates, nach deren Entrichtung unbegrenzt an den jeweiligen E-Tankstellen geladen werden könnte, würden vor allem zeitabhängige Tarife geboten: Man zahlt, solange das Auto angesteckt ist. „Das heißt, wer sein Auto angesteckt lässt, obwohl es voll ist, zahlt trotzdem. Abgerechnet wird oft auch nicht minutengenau, sondern alle 10 oder 30 Minuten“, so ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brandau.

 

Solange es keine Tarif- und Anbieter-Transparenz gäbe, sollte sich daher jeder bereits vor dem Kauf eines E-Autos über einige wichtige Punkte informieren, rät der ÖAMTC. •