Es gibt für viele Lieferanten keine Alternative zur Forderung von Systemanbietern im Zuschnitt von WM/Trost, Stahlgruber/PV, Coparts & Co. ihren Leistungsschauen die Aufwartung zu versagen. Daher wundert es nicht, wenn Teile- und Werkstattausrüster ihre Präsenz auf der Leitmesse in Frankfurt neu und reduziert ausrichten. Für die Werkstattbetreiber ist eine Leistungsschau das Schlaraffenland schlechthin, sie können regional orientiert auswählen und werden konzentriert nach ihren Bedürfnissen bedient. Bei genügend Umsatz winkt auch noch die eine oder andere Reiseeinladung, ohne Lieferanten in den Geruch von Kaufbeeinflussung zu bringen.
Wer allerdings eine Vorschau auf das Kfz-Service der Zukunft konzentriert erleben will, lässt sich – auf eigene Reisekosten – in Frankfurt von den Schwerpunktthemen „Alternative Antriebe“, „Werkstatt von morgen“, „Werkstoffe der Zukunft“ und „Vernetzte Mobilität“ inspirieren. Das hilft zwar nicht unmittelbar die Geschäftstätigkeit zu beleben, den strauchelenden Aftersales-Erlösen kann es dienlich sein.
Eine Tatsache haben die meisten Exponenten in Frankfurt parat: Zulassungen, Werkstattauslastungen sowie der Teileverkauf steigen. Egal, wie die Wirtschaft daherkommt, das Auto ist künftig mehr denn je Türöffner für diverse Dienstleistungen. Alle müssen nur fest daran glauben, was ihnen Politiker und Funktionäre mit auf die Messereise geben. Denn: Hartz IV, Mindestbezieher und Ein-Euro-Jobs beleben die Kaufkraft. •
