Während in Wien mit Währing ein weiterer Bezirk ab 5. September 2016 „parkraumbewirtschaftet“ wird, soll in Salzburg ab 2017 ein großer Teil des Siedlungsgebiets zur Blauen Zone werden. Die 1. neue Kurzparkzone soll in im Stadtteil Josefiau und in den Nebenstraßen entlang der Alpenstraße entstehen. Große Bereiche der Stadtteile Parsch und Schallmoos, der westliche Teil von Itzling, der nördliche Teil von Lehen sowie Neu-Maxglan und die südlichen Teile der Riedenburg sollen folgen. 2018 wird das Kurzparken dann im äußeren Nonntal, in Aigen-West, Gnigl, Langwied, Itzling-Ost, Liefering zwischen der Autobahn und der Glan, Taxham und einem weiteren großen Teil von Maxglan eingeführt.
Ziel sei es, die Stadt von „Fremdparkern“ – also vor allem Pendlern – zu befreien. Für Anrainer soll das Parken vorerst gratis sein, allerdings nur mit einer (kostenpflichtigen) und 2 Jahre gültigen Vignette. Die Parkraumüberwachung soll eine Privatfirma im Auftrag des Magistrats übernehmen. Insgesamt sind von der Maßnahme 10.000 Parkplätze betroffen. In die Stadt Salzburg pendeln geschätzte 90.000 Berufstätige pro Jahr zu ihrem Arbeitsplatz.
Zündende Ideen, welche Alternativen Pendlern zukünftig angeboten werden können, gibt es freilich keine. Mit dem Ratschlag, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen oder Park & Ride-Plätze zu benützen, können viele mangels entsprechender Angebote wohl kaum etwas anfangen. Es bleibt Betroffenen also vorerst nur eine Alternative: Die Kurzparkuhr alle 3 Stunden – möglichst pünktlich – nachzustellen. •
