Über das Unternehmen war am 3. August 2016 bei Verbindlichkeiten von rund 17,66 Mio. € auf Eigenantrag das Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet worden. Nun habe sich herausgestellt, dass die angebotene 30- %-ige Sanierungsquote „nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit finanzierbar“ wäre.

 

Daher wurde der Sanierungsplanantrag zurückgezogen und so die Grundlage für ein Verwertungsverfahren eröffnet. Das Unternehmen soll möglichst als geschlossene Einheit verwertet und so ein wesentlicher Teil der Arbeitsplätze gesichert werden. Für eine derartige Lösung lägen auch bereits zahlreiche Interessenbekundungen vor, so die Insolvenzverwalter.

 

Das 1872 gegründete Industrieunternehmen, das auf die Landmaschinenproduktion spezialisiert und seit 2003 vollständig darauf konzentriert war, stufte sich beispielsweise als größter Pflughersteller der EU ein. V&N beschäftigte zuletzt 108 Dienstnehmer, die im letzten Wirtschaftsjahr 58,2 Mio. € Jahresumsatz erarbeitet haben. Das Personal sollte im Zuge der Sanierung auf 80 Mitarbeiter verringert werden, das österreichische Unternehmen aber die Zentrale für Vertrieb, Forschung und Entwicklung bleiben, lautete der ursprüngliche Plan. Die Produktion war bereits sukzessive über 100 %-Tochtergesellschaften ins Ausland verlagert worden, deren Gesellschaftsanteile im Rahmen der Sanierung verkauft werden sollten. 2 wesentliche Produktionsstätten befanden sich in Ungarn (Mosonmagyaròvàr und Törökszentmiklós), weitere Vertriebs- und Produktionsgesellschaften hatte V&N in der Slowakei, in Deutschland, Serbien, Russland, Spanien, Rumänien und Frankreich. •