Untersucht wurde das Automatisierungsrisiko von Arbeitsplätzen in 21 OECD-Ländern. Die Studienautoren rechnen damit, dass in den kommenden 2 Jahrzehnten rund 9 % der derzeitigen Arbeitsplätze in den Ländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) technisch automatisierbar sein werden. Für Österreich wird – ebenso wie für Deutschland – mit 12 % gerechnet.
„Auch wenn somit weit weniger Arbeitskräfte unter Druck geraten werden als bislang erwartet, zeigt sich: Der Anpassungsdruck für gering qualifizierte Beschäftigte ist hoch. Ein großer Weiterbildungs- und Umschulungsbedarf entsteht“, so die Autoren.
Der Grund dafür, dass die Anzahl automatisierbarer Arbeitsplätze in der ZEW-Studie relativ niedrig ist, besteht im tätigkeitsbasierten Ansatz der ZEW-Forscher im Vergleich zum bislang weit verbreiteten berufsbasierten Ansatz.
„Maschinen ersetzen bestimmte Tätigkeiten am Arbeitsplatz, aber weniger die Berufe an sich", sagt Dr. Ulrich Zierahn, Senior Researcher am ZEW und einer der Autoren der Studie. „Bisherige Studien überschätzen das Automatisierungsrisiko, weil Beschäftigte in als gefährdet klassifizierten Berufen oft dennoch schwer automatisierbare Tätigkeiten ausüben."
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