Zwischen 44,20 € und 99 € kostet eine „Pickerl-Überprüfung“ ohne gleichzeitig durchgeführtes Service derzeit in Wien, geht aus der bei 34 freien und markengebundenen Werkstätten durchgeführten Erhebung der Arbeiterkammer hervor. Gegenüber der Vorjahresuntersuchung seien die Preise durchschnittlich um rund 5 % gestiegen. Ist die wiederkehrende Begutachtung also überteuert?

 

Keineswegs, unterstreicht die Fahrzeugtechnikinnung: Dass auch die Autofahrerclubs zwischen 37,90 € (ÖAMTC) und 47 € (ARBÖ) verrechnen und zudem jährliche Mitgliedsbeiträge von rund 80 € einheben, belege den „technischen und menschlichen Aufwand“. Auch der Vergleich mit dem in Wien jährlich empfohlenen Hausthermenservice mache sicher – dieses koste nämlich im Durchschnitt 130 €, obwohl dafür keine teuren Prüfgeräte benötigt werden.

 

„Wenn schon unsere Branche laufend – ohne dramatische Ergebnisse – im Radar der Konsumentenschützer steht, wäre es doch wünschenswert für die circa 3 Mio. Mitglieder der Arbeiterkammer auch andere für die Mobilität wichtige Themen regelmäßig zu beobachten“, meint Bundesinnungsmeister Komm.-Rat Friedrich Nagl: So sei ein einfacher Fahrschein der Wiener Linien in den letzten Jahren um 29,4 % und 1 Stunde Kurzparken in Wien binnen 5 Jahren sogar um 67 % teurer geworden. •