In der Sache geht es bei dem seit 1997 insgesamt 14 Jahre lang aktiven Kartell um Absprachen der Verkaufspreise für mittelschwere bis schwere Lkws und die Abstimmung des Zeitplans für die Einführung emissionsmindernder Technologien.

 

Daimler AG erhielt die mit 1 Mrd. € höchste Geldstrafe, nachdem MAN das Kartell anzeigte, die unangekündigte Durchsuchung bei den anderen beteiligten Unternehmen auslöste und als Kronzeuge straffrei ausging und damit einer Geldbuße von 1,2 Mrd. € entging. DAF erhielt 753 Mio. € Buße aufgebrummt, der Lkw-Hersteller Volvo/Renault 670 Mio. € und CNH Industrial/Iveco rund 495 Mio. €. Noch nicht abgeschlossen ist das Verfahren des – wie MAN – zum VW-Konzern zählenden Unternehmens Scania

 

Wie EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager betonte, sei aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung des Lastautos für den Warentransport in der EU und angesichts der Tatsache, dass die Hersteller, die sich am Kartell beteiligten, 90 % der mittelschweren bis schweren Lkws in Europa fertigten, ein Preiskartell – anstatt miteinander zu konkurrieren – nicht hinnehmbar.

 

Der erfreuliche Punkt daran: Das durch die Strafen eingenommene Geld kommt dem EU-Budget zugute und verringert die Beiträge der Mitgliedsstaaten. •