Ausgelöst hatte das Verfahren eine Strafanzeige der BaFin: Winterkorn (und laut dpa-Information VW-Markenvorstand Dr. Herbert Diess) werde verdächtigt, den Markt laut Wertpapierhandelsgesetz manipuliert zu haben. Der Kreis der Verdächtigen könne sich aber noch ausweiten. Das sei, so Fachjuristen, gegeben, wenn „unrichtige oder irreführende Angaben gemacht oder Umstände verschwiegen werden, die den Kurs einer Aktie erheblich beeinflussen können“. Auch wenn die Öffentlichkeit bewusst nicht informiert wird, stuft dies das Gesetz als Marktmanipulation ein.

 

Winterkorns Nachfolger Matthias Müller ist im Vorfeld der VW-Hauptversammlung medial vorsichtig geworden, was die Weiterentwicklung des Dieselmotors betrifft: Auf die Frage, ob der Konzern in den USA wieder Selbstzünder anbieten werde, erklärte Müller, das sei derzeit schwierig zu beantworten. Die Abgasreinigung des Diesel werde enorm aufwendig und teuer – im Dialog mit der Politik müsse man sehen, wie das alles weitergehe.