Gleich zu Beginn seiner Rede sprach Müller in der „Autostadt“ von einem „für unser Unternehmen sehr bedeutenden Tag“. Man habe den größten Veränderungsprozess in der VW-Geschichte auf den Weg gebracht.

 

Müller sparte auch nicht an interner Kritik: Bei der bisherigen „Strategie 2018“ sei man vielleicht zu sehr auf Größe fixiert gewesen, dazu sei wohl auch „eine Portion Selbstgefälligkeit“ gekommen. Dennoch habe man die im Jahr 2007 gesteckten Ziele erreicht, der Konzern sei „in eine neue Dimension“ hineingewachsen.

 

Freilich hätte die Dieselthematik seit September Vieles überschattet: Nun gelte es, die „gravierenden Schwächen“, die der Konzern ohne Zweifel vor allem in den Bereichen Struktur, Kultur und Effizienz habe, auszumerzen. Durch die Krise hätten sich, so Müller, Türen geöffnet und die Bereitschaft zu Veränderung sei deutlich gestiegen.

 

„Together – Strategie 2025“ beruhe auf 4 Eckpfeilern: Erstens wolle man das Kerngeschäft – das Entwickeln, Bauen und Vertreiben von Fahrzeugen – transformieren. Das Geschäft werde sich so stark verändern, dass der Begriff „Evolution“ zu schwach wäre. Zweitens wolle man ein neues Geschäftsfeld für Mobilitätslösungen aufbauen, drittens die Innovationskraft von Volkswagen stärken. Und viertens müsse man an allen verfügbaren Schrauben drehen, um die Finanzierung der Zukunftsinvestitionen zu sichern.

 

Konkret wolle man die 340 Modellvarianten reduzieren, die modularen Baukästen von 12 auf 4 straffen. Im Bereich der Billigautos wolle man mit einem Partner aus Asien ein überzeugendes Angebot auf die Räder stellen. Außerdem wolle man die Batterietechnologie zu einer neuen Kernkompetenz des Konzerns machen und stark in den Bereich „autonomes Fahren“ investieren.

 

Laut Müller werden im Jahr 2030 etwa ein Viertel aller VW elektrisch unterwegs sein; bis 2025 will der Konzern mehr als 30 vollelektrische neue Fahrzeuge auf den Markt bringen.

 

Seine Rede schloss Matthias Müller mit den Worten, dass man „ein neues, ein besseres, ein noch stärkeres Volkswagen“ bauen werde: Man werde „ein Unternehmen sein, auf das wir alle stolz sein können. Das ist unser Anspruch. Danach streben wir. Das werden wir erreichen.“