Rund 200 Personen folgten der Einladung in die ehemaligen Reitschulräumlichkeiten, in denen erstmals eine gemeinsame Fachgruppentagung von Fahrzeughandel und Fahrzeugtechnik stattfand. Als Gastgeber unterstrichen Landesgremialobmann Wolfgang Schirak und Landesinnungsmeister Karl Scheibelhofer die „ausgezeichnete Zusammenarbeit“ der Interessenvertretungen, die freilich auch dringend erforderlich ist. Schließlich sind die Rahmenbedingungen schwierig: „Die Pkw-Neuzulassungen in Niederösterreich könnten heuer zwar um 4 oder 5% steigen, doch erstens entsprechen die Zulassungen nicht immer der Zahl der tatsächlich an Kunden verkauften Autos und zweitens hätte die Branche angesichts der in den vergangenen Jahre eingebrochenen Erträge eine Erholung wirklich dringend nötig“, so Schirak.

 

Scheibelhofer thematisierte unter anderem die Konkurrenz durch „Pfuscher“ und Kfz-Servicestationen, die häufig ihre gewerberechtlichen Befugnisse überschreiten: „Wir versuchen vehement, dagegen etwas zu unternehmen.“ Allerdings hätten Bezirkshauptmannschaften und Exekutive bisher kaum gehandelt, die Finanzpolizei sei offensichtlich „mit der Kleinarbeit überfordert“.

 

Als Fachreferenten nahmen Dipl.-Ing. (FH) Neofitos Arathymos, Geschäftsführer der Abteilung Technik, Sicherheit und Umwelt beim deutschen Branchenverband ZDK, Fachjurist Dr. Johannes Öhlböck und Unternehmensberater Mag. Karl-Heinz Wegrath an der Tagung teil. Während sich Arathymos vor allem mit der rapide voranschreitenden Fahrzeugvernetzung beschäftigte, informierte Öhlböck über die Rechtansprüche von Vertragshändlern und Wegrath über die Neuerungen im Zuge der jüngsten KFG-Novelle.

 

Einen ausführlichen Bericht vom Tag der niederösterreichischen Kfz-Wirtschaft finden Sie in der am 10. Juni erscheinenden Ausgabe 2323 unserer Wochenzeitung „AUTO-Information“.