Als Beispiel führt der Verband International Bipaver chinesische Lkw-Billigreifen an, die als Neuware bereits zu Preisen unter denen fachgerecht gemachter Runderneuerungen angeboten werden. Bipaver fordert Handelsbeschränkungen für derartige Produkte.
In einem Schreiben an den Präsidenten der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker, hatte Peter Hülzer, Geschäftsführender Vorsitzender des deutschen Bundesverbands Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V., nach der Ablehnung der EU-Generaldirektion Handel, ein Antidumpingverfahren einzuleiten, auf die Lage der Reifenrunderneuerer hingewiesen: Wenn ein ganzer Produktionszweig der Reifenbranche, zumindest mittelfristig, eleminiert werde, sei mit dem Verlust von 10.000 Arbeitsplätzen im Runderneuerungsgewerbe zu rechnen.
Da die zuständige EU-Kommissarin Cecilia Malmström bestätigte, keinerlei Handhabe für ein Handelsembargo gegen chinesische Billigware zu haben, gehe der Verband nun selbst an die Öffentlichkeit, um auf den drohenden Verlust von Arbeitsplätzen aufmerksam zu machen – ganz abgesehen von den, sofern alte Karkassen nicht mehr aufgearbeitet werden, verlorenen Rohstoffen und dem höheren Energieaufwand.
