Laut Abgasstatistiken hätten Österreichs Autofahrer 2015 für knapp 4 Mrd. € getankt und zeichneten dadurch für nicht weniger als 8,7 Mio. Tonnen CO2 verantwortlich. Diese Darstellung lässt der vor einem Jahr gegründete Verein „Mein Auto“, der sich für die Interessen der heimischen Autofahrer einsetzt, nicht gelten: „Obwohl der jährliche Tanktourismus mit etwa 30% beziffert werden kann, wird er mit keiner Silbe erwähnt. Klammert man ihn aber aus, so verursacht der heimische Pkw-Verkehr lediglich 12% des gesamten CO2 Ausstoßes in Österreich“, so Komm.-Rat Burkhard Ernst, Obmann von „Mein Auto“.

 

Auch ein Vergleich, wonach private Pkw mehr CO2 verursachen als der Sektor Raumwärme, weist Ernst zurück: „Das ist nichts anderes als Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Es ist erwiesen, dass in den zurückliegenden 15 Jahren sowohl der Verbrauch, als auch der Schadstoffausstoß bei privaten Pkw, deutlich zurückgegangen ist. Pro Jahr stößt ein Benziner heute um 826 Kilogramm weniger CO2 aus, als das noch im Jahr 2000 der Fall war. Bei Diesel sind es 458 Kilogramm weniger.“

 

Dass in regemäßigen Abständen Statistiken veröffentlicht werden, welche die vermeintlich hohe Umweltbelastung durch private Pkw thematisieren, sei nach Ansicht des Obmanns kein Zufall. Es werde schon seit geraumer Zeit versucht, Stimmung gegen die Autofahrer zu machen. „Solange das der Fall ist, werden wir für die Autolenker einstehen und Missstände aufzeigen“, so Ernst.