Nach den schwierigen Absatzlagen bis Mai konzentriert sich sowohl auf Industrie- als auch auf Abnehmerseite nahezu alles von Rang und Namen auf das Winterreifengeschäft, verbunden allein mit der Hoffnung, rechtzeitig wieder Schnee und Eis unter die Räder zu bekommen und damit auch wieder mehr Ertrag erwirtschaften zu können.
In den Gesprächen mit der Industrie trat ein gesteigertes Bedürfnis der Absatzpartner nach potenten Partnerschaften zutage, um das Hof- und Servicegeschäft – oft in Verbindung mit dem Ausbau von Reifenhotels – ausbauen zu können. Auf das Wiederverkaufsgeschäft früherer Tage setzt niemand mehr. Abseits von nicht vorhandenen Produktsensationen werden einschneidende Strukturänderungen im Reifengeschäft erwartet, denn die Industrie wird ihre Produktionsmengen weiter steigern und die Präsenz vorwiegend asiatischer Provenienz in Essen war beeindruckend und einschüchternd zugleich – was da auf den tradierten Reifenhandel noch alles zukommt.
Die Industrie hinterlässt mit ihren Statements bei vielen den Eindruck, dass der zentrale Distributionskanal Reifenfachhandel auf sich allein gestellt nur durch Eigeninitiative seine Lage verbessern kann. Die nächste Leitmesse unter der Schirmherrschaft des Bundesverbands Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) wird 2018 unter dem neuen Namen „The Tire Cologne“ erstmals in Köln stattfinden.
Der im BRV assoziierte Verband der Reifenspezialisten Österreichs (VRÖ) wird bereits anlässlich der AutoZum (18. bis 21. Jänner 2017) mittels „ReifenForum“ die Interessen im Entwicklungsprozess der heimischen Reifenwirtschaft dem Fachpublikum vermitteln.
