Bezirksvorsteherin Silvia Nossek (Die Grünen) und Leopold Bubak, Leiter der Wiener Magistratsabteilung 65 und zuständig für die Parkraumbewirtschaftung in Wien, präsentierten gemeinsam die (harten) Fakten: Das Pickerl wird im 18. Bezirk flächendeckend eingeführt und wird Montag bis Freitag (werktags) von 9 bis 19 Uhr gelten. Das Parken ist mit Parkschein oder Handy-Parken maximal 3 Stunden möglich. Damit sind sämtliche Bezirke im Westen Wiens (mit Ausnahme von Hietzing und Döbling) „parkraumbewirtschaftet“.
Heftige Kritik kommt von der Opposition: „Angesichts der Tatsache, dass das Parkpickerl flächendeckend eingeführt wird, sind die Konsequenzen ganz klar. Eine reine Abzocke und weitere Schikanen für die Autofahrer“, so Manfred Juraczka, Klubobmann der ÖVP Wien.
Owohl sich die Währinger Bevölkerung zweimal gegen die Einführung des Parkpickerls ausgesprochen habe, sei von der grünen Bezirksvorsteherin mit Unterstützung der SPÖ durch den Beschluss Ende Jänner einfach über die Bürgerinnen und Bürger drübergefahren worden. „Ein erneuter Beweis für das mangelnde Demokratieverständnis der Grünen, wenn es darum geht, die eigenen ideologisch geprägten Interessen und Ziele durchzusetzen“, wie Juraczka sagt.
Zu befürchten ist, dass auch die beiden westlichen Trutzburgen – der 13. und der 19. Bezirk – aufgrund des weiter steigenden Drucks bald fallen könnten. Auch der 10. Bezirk hat breits die Einführung des Parkpickerls erwogen, damit könnten auch der 11. und 23. und in absehbarer Zeit auch die Bezirke Floridsdorf und Donaustadt umfallen. Damit wäre ganz Wien zur Kurzparkzone (ausgenommen Anrainer) mutiert.
