Während die Zahl der aus dem Bestand ausgeschiedenen Altfahrzeuge 2015 von rund 250.000 auf 255.328 Pkw stieg, gingen die Verwertungen in Österreich von 60.000 auf 47.926 Stück zurück. Dies geht aus der Jahresstatistik der heimischen Shredder hervor. „Somit ist der Verbleib von 205.000 Fahrzeugen ungeklärt“ erläutert Branchensprecher Ing. Walter Kletzmayr.

 

Die Fahrzeugverwertungen im Inland haben somit nach 62.000 Stück im Jahr 2007 und 60.000 Stück im Jahr 2014 einen neuen Tiefststand erreicht. Zwar steht seit dem vor knapp einem Jahr in Kraft getretenen Erlass zur Altfahrzeuge-Verordnung fest, dass Autos, die nicht mehr wirtschaftlich in betriebs- und verkehrssicheren Zustand versetzt werden können, als „gefährlicher Abfall“ nicht exportiert werden dürfen. Doch offensichtlich werden diese Bestimmungen nicht exekutiert.

 

Die Shredder fordern angesichts dessen wirksamere Maßnahmen, etwa ein „Anreizsystem“ mit einer (freilich vom Neuwagenkauf unabhängigen) Verschrottungsprämie. Das Bundesgremium des Fahrzeughandels will ebenfalls gegensteuern und setzt auf Aufklärung: „Vielen ist das Risiko einer Bestrafung schlichtweg nicht bewusst und unseriöse Abnehmer gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Hier gilt es das Bewusstsein der Menschen zu schärfen“, sagt Obmann Komm.-Rat Burkhard Ernst unter Verweis auf die Strafhöhe von 850 bis 41.200 Euro.

 

Das Gremium empfiehlt daher, vor einem Wrackverkauf die unter diesem Link (Schlüsselnummer 35203) abrufbare Liste der berechtigen Altfahrzeugübernehmer zu konsultieren. Dies ist übrigens nicht nur für Endkunden ratsam, sondern auch für Automobilbetriebe – zum Beispiel dann, wenn nach einer Havarieversteigerung via Wrackbörse ein unbekannter Abholer vor der Tür steht.