In Richtung Gewerkschaft sagte Klacska: „Schon derzeit stehen wir bei einigen Strecken des Schienennetzes nahe der Auslastungsgrenze, daher sei eine ruckartige Erhöhung der Frachtvolumina auf der Schiene, von der Vida-Vorsitzender Hebenstreit spricht, kurz- bis mittelfristig gar nicht möglich.“

 

„Allein durch Einführung einer weiteren Abgabe, sprich der flächendeckenden Maut, wird kein einziger Job geschaffen.“ Das schade den Betrieben und dem Standort Österreich. Man müsse sich bei den permanenten Angriffen auf die Transporteure schon fragen, so Klacska, „ob der Gewerkschaft die mehr als 100.000 Lkw-Arbeitsplätze in unserem Land nichts wert sind?“ Jeder Lkw mit einem österreichischen Kennzeichen sichere bis zu 3 Arbeitsplätze im Land und erbringe mindestens 50.000 € Steuereinnahmen im Jahr.
Auch mit der Mär, dass Lkw quasi zum eigenen Vergnügen und kostenfrei auf Österreichs Straßen unterwegs seien, müsse „ein für alle Mal Schluss sein“, betont Klacska.

 

Der Vergleich mit der deutschen Mautausweitung hinke: Deutschland habe ein Straßennetz von rund 620.000 km Länge, das fast 13.000 km Autobahn und 41.000 km Bundesstraßen umfasse. Dazu kommen 87.000 km Landesstraßen, 91.000 km Kreis- und rund 395.000 km Gemeindestraßen. Selbst wenn in Deutschland alle Bundesstraßen bemautet werden, wären noch rund 570.000 km – das sind über 90 % – nicht bemautet, so Klacska.