Der Motor ist bekanntlich das Herzstück des Autos, dementsprechend wichtig ist die problemlose Funktion. Die ist aber nur dann zu 100% gegeben, wenn auch jede einzelne Komponente im Motor voll einsatzfähig ist. Im Lauf der Zeit kommt es beim Verbrennungsvorgang – egal ob Diesel- oder Benzinmotor – aber zu Ablagerungen im Brennraum, an Ventilen und Einspritzdüsen.

 

Und diese Rückstände sorgen dafür, dass der Verbrennungsvorgang – etwa durch verlegte Düsen, die oft nur den Durchmesser eines menschlichen Haares haben – negativ beeinflusst wird. Das Ergebnis ist ein ineffizienterer Motor, der mehr verbraucht und auch mehr Schadstoffe ausstößt. Seit 2011 forscht BP an einer Lösung dieses Problems, das nun zur Serienreife gelangt ist.

 

Unter dem Namen „Active Technology“ kommt ein Additiv zum Einsatz, dass dank aktiver Moleküle nicht nur den Schmutz und die Ablagerungen von den Bauteilen löst, sondern zugleich auch eine Schutzschicht auf der Metalloberfläche bildet, die die neuerliche Anhaftung verhindert.

 

„Unser Ziel war es, Kraftstoffe zu entwickeln, die das Problem von schädlichen Ablagerungen lösen, die ursprüngliche Motorleistung wiederherstellen und dafür sorgen, dass der Motor so funktionieren kann, wie er sollte“, erklärt Dr. Peter Sauermann, Leiter der BP Forschung in Bochum. „Unsere neuen Kraftstoffe reinigen die Motoren bereits ab der ersten Tankfüllung – unabhängig davon, ob es sich um neue oder alte Motoren handelt. Zudem helfen sie dabei, den Kraftstoffverbrauch zu senken.”

 

Durch die neue Treibstoff-Rezeptur lässt sich die Reichweite bei Dieselfahrzeugen um bis zu 66, bei Benzinern um bis zu 44 Kilometer erhöhen, weil verschmutzte Injektoren den Verbrauch um durchschnittlich 3,1 ansteigen lassen. Bei Lkw mit 80.000 km Jahresfahrleistung lassen sich bis zu 912 Liter Diesel im Jahr sparen. 

 

Die „Active Technology“ kommt nicht nur in den Premium-Ultimate-Kraftstoffen zum Einsatz, sondern in allen an den BP-Tankstellen angebotenen Treibstoffsorten, dort allerdings in niedrigerer Dosierung. Auf die Preise hat das übrigens keine Auswirkung, einen Zuschlag für die neue Technologie gibt es nicht.