Alle politischen Akteure ignorierten das mit Unternehmern besetzte Auditorium und gingen auf die Fehlentwicklungen der Wiener Verkehrspolitik und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Wiener Wirtschaft samt Arbeitsplatzverlust erst gar nicht ein. Vielmehr verlachten sie ihre Wähler, belehrten sie, verachteten sie.

 

Den Vogel schoss SPÖ-LAbg. Siegi Lindenmayr ab, der Burkhard Ernst, Obmann der Initiative „Mein Auto“, unverfroren „viele verkaufte Autos wünscht, jedoch sollen sie nicht benützt werden“! Rüdiger Maresch von den Grünen fühlte sich überhaupt von Einwürfen aus dem Publikum belästigt und ließ keinen Zweifel daran, dass die rot-grüne Stadtregierung das Auto zwar zur Erbringung der Steuerleistung braucht, jedoch nicht im Stadtverkehr – und weiter an der Reduktion der Verkehrsflächen für Autos arbeitet.

 

ÖVP-Verkehrssprecher Manfred Juraczka musste überhaupt erst daran erinnert werden, dass er eigentlich den Wirtschaftsflügel zu vertreten hat. Auch er verweigerte sich einer diesbezüglichen Stellungnahme und übte sich mit FPÖ-Stadtrat Anton Mahdalik und den anderen in gegenseitiger Kontrapositionierung der Parteistandpunkte. Fazit: Der Stadtregierung ist das Anliegen der Autofahrer egal.