Wie aus dem E-Mobilitätsstrategie-Papier „STEP 2025“ der Stadt Wien hervorgeht, sollen Ladestationen grundsätzlich „im halböffentlichen Raum, wie zum Beispiel auf Parkplätzen oder in Garagen, zur Verfügung gestellt werden“.

 

Die Errichtung einer ausreichende Anzahl von Ladesäulen auf öffentlichen Parkflächen, die bereits seitens der Infrastruktur-Betreiber und Floating-Fleet Carsharing-Unternehmen urgiert wurde, scheint der Stadt Wien weiter ein Dorn im Auge zu sein, wie aus dem Strategie-Papier zu entnehmen ist: Die Stadt Wien denkt nicht daran, den Autofahrern den Umstieg auf E-Mobilität mit Anreizen wie sie etwa in der norwegischen Hauptstadt Oslo geboten werden – unter anderem sind das Förderungen an Privatpersonen beim Kauf eines Elektrofahrzeuges, Ausnahmen bei der Entrichtung von Parkgebühren, die Benutzung der Busspuren oder reservierte Gratis-Parkplätze – schmackhaft zu machen: Einzelmaßnahmen zur Förderung der individuellen Elektromobilität „werden kritisch gesehen“, Vorrang habe der Ausbau des öffentlichen Verkehrs.

 

Förderungen soll es nur für Flotten- und Wirtschaftsverkehr geben. Gleichzeitig spricht Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Die Grünen) von „einem klaren Bekenntnis zum Ausbau der E-Mobilität und der Ladeinfrastruktur in der Stadt“. Dennoch: Wien darf eben nicht Oslo werden.

 

Weitere Details zu diesem Thema enthält die kommende Ausgabe unserer Wochenzeitung „AUTO-Information“ (Nr. 2309), die am 4. März erscheint.