Wohl auf Druck von finnischen Medien hat Nokian Tyres nun in einer offiziellen Stellungnahme erklärt, dass in den vergangenen Jahren speziell vorbereitete Reifen an die Prüforganisation geschickt worden waren. Die Modelle wurden im Vergleich zu den Serienmodellen verbessert.
„Im letzten Jahr haben wir unsere Arbeitsprozesse überprüft. Gleich danach haben wir unsere Regeln für Testreifen geklärt, die nun ausdrücklich jedes Planen oder Herstellen von Reifen verbieten. Wir entschuldigen uns und bedauern die Fehler, die wir in der Vergangenheit gemacht haben“, erklärt Antti-Jussi Tähtinen, Vice President, Marketing and Communications bei Nokian Tyres.
Zwar kaufen die Prüforganisationen die zu testenden Reifen immer öfter selbst, speziell bei noch nicht im Handel befindlichen Pneus sind die Tester aber auf Vorserienmodelle der Hersteller angewiesen. Nach der Markteinführung werden diese Modelle nachgetestet. Der ÖAMTC verzichtet seit einiger Zeit gänzlich auf zur Verfügung gestellte Reifen und damit auch auf neue Modelle im Test. „Wir kaufen alle Reifen über den Handel selbst ein“, schließt ÖAMTC-Reifenexperte Friedrich Eppel eine Manipulation in jüngster Zeit aus. Um keine weitere Diskussion aufkeimen zu lassen, sind die Testorganisationen nun gefordert, nur mehr frei zugekaufte Reifen zu testen.
